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Fahrbericht VW Golf : Gib fein acht

Die Maße der achten Generation entsprechen weitgehend denen des Vorgängers. Allerdings gibt es keinen Zweitürer mehr. Bild: Hersteller

Der Golf prägt seit Jahrzehnten eine nach ihm benannte Klasse. In der jüngsten Generation zeigt er wieder Spitzenleistungen – aber einige Nachlässigkeiten trüben das Bild.

          4 Min.

          Ein Golf ist ein Golf. Es geht in der Beurteilung also nicht nur um ein Auto, sondern um das prägende Fahrzeug einer nach ihm benannten Klasse. Rund 35 Millionen Stück hat Volkswagen seit 1974 gebaut. Gelungen ist das mit einem funktionalen Konzept, gefälligen Proportionen und dem Phänomen, dass man sich mit ihm überall sehen lassen kann. Jeder neue Golf tritt also ein anspruchsvolles Erbe an, auch der jüngste Golf VIII. Volkswagen ist in seiner Gestaltung keine Experimente eingegangen, was sich rächen könnte. Neben dem elektrischen ID 3, der dieser Tage eingeführt wird, sieht der Golf arg konservativ aus. Allerdings ist der Golf wesentlich liebevoller und hochwertiger eingerichtet als der ID 3.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Generation VIII hat ein geduckteres Gesicht, das wir nicht sonderlich sexy finden, das Heck zieren scharfe Leuchten, die gut gelungen wirken. Als Charaktermerkmal ist die kräftige C-Säule erhalten geblieben, stabile Türgriffe vermitteln Sicherheit, und die Türen fallen als hörbarer Hinweis auf das Qualitätsdenken satt ins Schloss. Zudem ist der Golf mit seiner durchdachten Karosserie wieder das unproblematische Ganzjahresfahrzeug für jede Gelegenheit. Allein schon der praktisch zu beladende Kofferraum mit seiner niedrigen Ladekante tut jeden Tag gut. Und mit der beeindruckenden Sparsamkeit seiner neuen Motoren hat er für alle, die auch mal weite Strecken fahren, einen Trumpf im Tank.

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