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Camper-Van Toyota Crosscamp : Es muss nicht immer California sein

Ausgekocht: Die Küche des Crosscamp kann nach Draußen. Bild: Schmidt

Rein ins Auto, losfahren und einfach dort übernachten, wo es so richtig idyllisch ist. Vielleicht mit Blick in die Berge, auf einen See oder gar aufs Meer? Es muss nicht immer gleich ein großes Wohnmobil sein.

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          Rein ins Auto, losfahren und einfach dort übernachten, wo es so richtig idyllisch ist. Vielleicht mit Blick in die Berge, auf einen See oder gar aufs Meer? Doch in einem Auto ist es zu eng, um darin anständig zu schlafen, zu leben oder gar etwas zum Essen zuzubereiten. Ein großes Wohnmobil braucht seinen Platz, ist unhandlich und teuer. Ein kleiner Camper-Van bietet sich als perfekte Lösung an.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Erste Adresse für solche Zwecke ist natürlich der gute alte VW Bus. Als Camper mit dem Beinamen California ist er schon seit 1988 im offiziellen Programm der Wolfsburger. Professionelle Umbauten auf VW-Bus-Basis gibt es sogar schon seit den 1950er Jahren (Westfalia). Soll es noch luxuriöser sein? Dann empfiehlt sich unter anderem der Marco Polo auf Basis der V-Klasse von Mercedes-Benz.

          An diesem Kuchen will nun der neue Crosscamp aus dem Hause der Erwin-Hymer-Group naschen. Crosscamp tritt als eigene Marke auf, genutzt wird ein Chassis von Toyota, genauer gesagt das des Toyota Proace Verso, der zum franko-japanischen Bus-Trio mit dem Citroën Spacetourer und Peugeot Traveller gehört, von dem jetzt auch noch der neue Opel Zafira Life abgeleitet wird. Der größte Vorteil des Crosscamp gegenüber der deutschen Konkurrenz ist zunächst der Preis. Zwar bietet VW sogar einen günstigen Basistarif mit 41 000 Euro, jedoch geht eine bessere Ausstattungslinie oder ein größerer Motor schnell ins Geld. Beim Crosscamp ist das anders.

          Dach unten: Geschlossen ist der Crosscamp 1,95 Meter hoch, er kann also in die meisten Parkhäuser. Bilderstrecke
          Fahrbericht Toyota Crosscamp : Es muss nicht immer California

          Im Einstiegsmodell für 43 000 Euro mit einem 1,5-Liter-Turbodieselmotor und 120 PS ist eigentlich schon alles drin, was gebraucht wird. Der gefahrene Wagen hatte aber den größeren 2,0-Liter-Motor mit 150 PS und natürlich auch die eine oder andere Sonderausstattung, wie zum Beispiel zwei Kühlboxen, die eine davon zwischen den vorderen Sitzen, Standheizung oder das Comfort-Paket mit Navigation und Rückfahrkamera. Für den sehr gut ausgestatteten Crosscamp werden so zwar auch knappe 60 000 Euro fällig, dies ist aber immer noch um gut 8000 Euro günstiger als die beste Ausstattungslinie von VW. Freilich ist der Crosscamp ein wenig kleiner als der Volkswagen, er ist vor allem schmaler. Im VW hat man einfach ein besseres Raumgefühl.

          Die Hymer-Tochter Dethleffs aus Isny im Allgäu kümmert sich beim Crosscamp um alles außer Fahrgestell, Motor und Fahrerkabine, und das mit viel Verve. Zum Camper wird der 4,95 Meter lange Toyota im klassischen Muster: Das Dach wird aufgeschnitten, lässt sich nun aufstellen, um Stehhöhe zu erreichen, Schränke und Küchenblock werden an der linken Seite plaziert. Die Vordersitze lassen sich drehen, dahinter gibt es eine Zweier-Bank, die zur Schlafstatt umgebaut werden kann. So könnten sogar vier Personen im Wagen nächtigen: zwei unten und zwei im Oberstübchen. Als Paar unterwegs, lässt man besser die eingehängte Platte im Heck und die „Matratze“ darauf zu Hause. Schließlich wird jeder Kubikzentimeter Platz gebraucht.

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