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Wohnmobil Granduca 284 TL : Großherzog aus Italien mit kleinen Marotten

  • -Aktualisiert am

Granduca heißt Großherzog: Die neu gestylte Modellreihe gibt mit ihrem Namen schon ein Versprechen. Bild: Schramm

Der Granduca 284 TL von Roller Team hat höhenverstellbare Betten im Heck und Platz für fünf. Der Großherzog ist ein italienisch-schickes Mobil mit hochwertiger Aufbautechnik.

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          Der Name Roller Team lässt noch nicht auf italienische Provenienz schließen, aber der Modellname: Granduca heißt Großherzog, und die neu gestylte Modellreihe gibt mit ihrem Namen schon ein Versprechen. Die Marke gehört zum großem Reich des französischen Trigano-Konzerns, und seit der deutsche Statthalter, Eura Mobil in Sprendlingen, den Vertrieb übernommen hat, sollte man die Italiener, die preislich zur Mittelklasse zählen, künftig häufiger auf unseren Straßen sehen. In ihrer Heimat gehören sie zu den Marktführern.

          Die Einrichtung des Granduca im Yachtdesign gefällt mit ihren Kontrasten zwischen weißen Möbeln und Oberflächen und dunklen Einbauten, zwischen Schleiflack und matten Teilen. Selbst die Polster sind weiß, aber abwaschbar. Es gibt drei Alkovenmodelle und fünf Teilintegrierte, wir haben uns aus den Letzteren den 284 TL herausgepickt, weil er ein paar Besonderheiten hat, die es nicht überall gibt. Dieser knapp siebeneinhalb Meter lange Granduca 284 TL bietet mit Einzelbetten im Heck, zweigeteiltem Bad, Winkelküche und Dinette zwar einen beliebten Grundriss, aber er kann mehr als andere: Die Betten über der geräumigen Fahrradgarage mit zwei gleich großen Türen rechts und links lassen sich um etwa 35 Zentimeter elektrisch hoch- und runterfahren, was der Bequemlichkeit beim Aus- und Einladen zum Beispiel von schweren Elektrorädern zugutekommt. Man kann sie in den Raum hineinschieben, ohne irgendetwas verstellen zu müssen.

          Die Bedienung geschieht aus gutem Grund von der Garage aus, damit man im Blick hat, was man eventuell zerquetschen würde, wenn die Betten herunterkommen. Denn neben dem großen Gelass gibt es noch eine schmale, wagenbreite Durchlademöglichkeit, auf der oben noch Ablagefächer eingebaut sind. Die muss man wenn nötig abräumen. Im Schlafzimmer darüber erklimmt man die auf 1,15 Meter liegenden Betten über zwei ausklappbare Stufen. Die Kopffreiheit ist auf dem oberen Level noch gut, aber am Fußende ist dann zwischen dem an der Wand hängenden Schrank und der Matratze nur noch wenig Abstand.

          Für die Höhenlage spricht auch die bessere Zugänglichkeit der unter den Betten eingebauten Kleiderschränke. Fährt man die Betten herunter, kommt man über die oberen Rolltüren nur noch schlecht an den Inhalt und muss die Stufen hochfalten, um die unteren Klapptüren zu benutzen. Da muss jede Besatzung ihre Priorität ermitteln und, wenn gewünscht, täglich hoch- und runterfahren. An der Heckwand hängen zwei große Dachkästen für Wäsche, vom Boden aus schlecht zu erreichen. Die Einzelbetten lassen sich über ein Einlageteil zur Liegewiese vergrößern, dann braucht man eine Leiter. Eine zweite ist nötig, wenn zwei Passagiere ins elektrisch bedienbare Hubbett über der Dinette klettern wollen.

          Die vier kleinen, herausnehmbaren Mülleimerchen unter einer Abdeckplatte im Winkel zwischen der großen, tiefen Spüle und dem Dreiflammenherd haben uns auch nicht überzeugt. Bilderstrecke

          Ungewöhnlich ist die doppelte Abtrennung des Schlafzimmers: Die Toilettentür schlägt neben der Dusche an und macht aus Sanitärräumen und Betten ein großzügiges Separee. Möchte man aber der restlichen Besatzung den Zugang zum Sanitärabteil ermöglichen, kann man nur das Schlafgemach mit einer zusätzlichen Falttür am Fußende optisch verschließen. Das hat was.

          Im Toilettenraum kann man sich gut bewegen, er bietet ein pflegeintensives Glaswaschbecken, eine ungewöhnlich hohe Toilette und genug Abstell- und Verstaumöglichkeiten. Leider keine Steckdose, aber da kommen wir noch drauf. In der Dusche auf der anderen Seite hat man aus der Not – dem störenden Radkasten - eine Tugend gemacht und auf diesem einen Sitz vorgesehen, so kann man tatsächlich besser duschen wenn man auf der knappen Stellfläche steht.

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