https://www.faz.net/-gy9-9tyc8

Fahrbericht Yamaha TMax : Max maximal

  • -Aktualisiert am

Yamaha TMax, jetzt mit 560-Kubik-Zweizylinder Bild: Hersteller

Ins 20. Jahr geht der erfolgreichste Sport-Scooter der Welt erstmals als 560er. Der Yamaha TMax der siebten Generation ist stärker und komfortabler geworden.

          2 Min.

          Jeder kennt Max Mustermann, auch wenn es ihn gar nicht gibt. Seit 19 Jahren gibt es den Yamaha TMax, und in der Rollerwelt kennt ihn jeder. Ins 20. Jahr geht der erfolgreichste Sport-Scooter der Welt nicht nur in der siebten Generation, sondern erstmals als 560er. Beim Debüt im Jahr 2000 war er ein 500er, später wuchs er zum 530er, stets mit Zweizylindermotor. 330 000 Einheiten wurden bis dato verkauft, fünf Sechstel davon in Europa. Insofern ist er längst tatsächlich ein Max Mustermann, nämlich Vorbild, ja Synonym gar für sportlich zu fahrende Motorroller.

          217 Kilogramm wog der 40 PS leistende Erstling einst, 218 bringt der jüngste TMax auf die Waage, obwohl die Technik mit ABS, Einspritzung und doppelten Katalysatoren doch weit umfänglicher ist als früher. Das ist nur durch strenge Diät an anderer Stelle möglich.

          Mit nunmehr 48 PS aus 562 Kubikzentimetern Hubraum des fest mit dem Chassis verschraubten Zweizylinder-Reihenmotors steht der TMax 560 bestens im Futter, verbraucht aber dennoch einen halben Liter weniger – 4,8 Liter verkünden Bordcomputer und Datenblatt übereinstimmend – als das Vormodell. Weil das flinke Fahrwerk noch feiner abgestimmt ist, die Bremsen bestens dosierbar und ebenso wirksam sind und sich die Ergonomie weiterhin fahraktiv, aber dennoch komfortabel gestaltet, ist auch der jüngste TMax ein Spaßbringer. Der Fahrkomfort fällt dank neu abgestimmter, wunderbar sanft agierender Variomatik hoch aus, Vibrationen sendet der Twin mit den liegenden Zylindern so gut wie gar nicht aus. Mindestens 1,75 Meter Körpergröße sind wegen des Bodenkontakts beim Anhalten zwingend erforderlich. Ein teurer Begleiter ist der TMax allerdings schon: 11 999 Euro sind ein Wort.

          217 Kilogramm wog der 40 PS leistende Erstling einst, 218 bringt der jüngste TMax auf die Waage. Bilderstrecke

          Doch es geht noch mehr: Wer sich zum Kauf des opulenter ausgestatteten TMax Tech Max 560 entschließt, ist sogar 13 699 Euro los. Griff- und Sitzheizung, Tempomat, elektrisch einstellbarer Windschild und Smartphone-Einbindung sind in diesem Fall inbegriffen. Doch: Lediglich eine 12-V-Steckdose im Handschuhfach ist im USB-Zeitalter arg mager, eine automatische Blinkerrückstellung spart sich Yamaha sogar gleich ganz. Ein sehr nützliches Teil der Tech-Linie ist aber, nicht nur bei Regen, die Vario-Scheibe: Leiser als hinter der zur mobilen Schrankwand verwandelbaren Scheibe sind wir schon lange nicht mehr 165 km/h gefahren.

          Wer trotz der hohen Preise seinen TMax individualisieren will, findet allerlei Möglichkeiten. Besonders beliebt, nicht nur im Hauptmarkt Italien, ist der Akrapovic-Sportauspuff – so sehr sogar, dass der slowenische Auspuff-Lieferant von diesem Teil mehr absetzt als von jedem anderen Baumuster. Der TMax ist seinen Besitzern also echt was wert.

          Weitere Themen

          Opel Corsa Video-Seite öffnen

          F.A.Z.-Fahrbericht : Opel Corsa

          Dem Opel Corsa fällt die schwere Aufgabe zu nach dem Insignia das kleinste Modell der Fahrzeugflotte zu sein. Wieso er diese Aufgabe mit Bravur meistert, zeigt unser Fahrbericht.

          Topmeldungen

          Die Weichen werden gerade neu gestellt, es geht raus aus der Kohleförderung.

          „Soziale Wendepunkte“ : Wenn der Klimaschutz ansteckend wird

          Irgendwann kippt das gesellschaftliche Klima, dann kann es doch noch klappen mit dem Stopp der Erderwärmung. Eine Illusion? Forscher haben sechs „soziale Wendepunkte“ ausgemacht, die allesamt bereits aktiviert sind – und ein Umsteuern einläuten könnten.
          Niederlage für Boris Johnson: Das House of Lords votiert für eine Anpassung seines Brexit-Gesetzes zum Bleiberecht für EU-Ausländer in Großbritannien.

          Anpassung des Brexit-Gesetzes : Johnson erleidet Schlappe im Oberhaus

          Das House of Lords will die rund 3,6 Millionen europäischen Ausländer in Großbritannien stärker schützen – und erteilt den Brexit-Plänen des Premiers in diesem Punkt eine Absage. Nun entscheidet das Unterhaus. Droht ein Ping-Pong-Prozess?

          F.A.Z. Podcast für Deutschland : Die neue deutsche Rolle im Libyen-Konflikt

          Kann es wirklich Frieden geben in Libyen? Der politische Herausgeber Berthold Kohler und Nahost-Korrespondent Christoph Ehrhardt sprechen darüber mit Moderator Andreas Krobok. Außerdem: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales über Fakenews und Sportwissenschaftler Professor Daniel Memmert über immer jüngere Fußballstars.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.