https://www.faz.net/-gy9-9kfym

Fahrbericht Nissan Qashqai : Basis bleibt bescheiden

  • -Aktualisiert am

Kein Allrad: Qashqai 1.3 Bild: Hersteller

Die zweite Generation des Nissan Qashqai ist mit einem neuen Vierzylinder-Benziner ausgestattet. Ein starker Antritt bei niedrigen Drehzahlen gelingt in der billigsten Variante ab gut 21.000 Euro.

          Für das Facelift der zweiten Generation seines Bestsellers Qashqai hat Nissan jetzt in den Zeiten des Verfalls der Diesel-Beliebtheit einen neuen Vierzylinder-Benziner aufgelegt, der in zwei Leistungsstufen ans Werk geht. Beiden Triebwerken gemeinsam ist der Hubraum von 1332 Kubikzentimeter, aus denen mit Hilfe eines Abgasturboladers 140 PS oder 160 PS entstehen. Im Testwagen-Modell Nissan Qashqai Tekna 1.3 DIG-T für 30.170 Euro war der schwächere Motor tätig, der nur mit Frontantrieb und weder mit Allradantrieb noch mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar ist. Dieses wiederum gibt es lediglich bei der stärkeren Antriebsvariante, und wer Vierradantrieb im Qashqai möchte, wird nur bei der Diesel-Abteilung fündig.

          Auf den neuen Otto-Vierzylinder vertrauen nicht nur die Allianzpartner Renault und Nissan, sondern auch Mercedes-Benz für seine A-Klasse. Angenehmerweise ist die Maschine für einen starken Antritt bei niedrigen Drehzahlen konstruiert und hält deshalb schon bei 1600 Umdrehungen in der Minute ihre beste Durchzugskraft von 240 Newtonmeter bereit. Das bestätigt sich im Alltag, wenn der Fahrer bei 50 km/h in der Stadt im fünften Gang des sechsstufigen Schaltgetriebes gemütlich unterwegs ist oder bei zügigen 180 km/h auf der Autobahn unerwartet niedrige Drehzahlen anliegen. Dabei läuft der mit Direkteinspritzung gefütterte Sechzehn-Ventiler meist sehr kultiviert, fast ohne Vibrationen und erhebt erst jenseits von 4500/min seine Stimme. Aber da winkt bereits die Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h, und unter voller Last bewegt sich der rund 1500 Kilogramm wiegende Qashqai Tekna aus dem Stand in etwa elf Sekunden auf 100 km/h.

          Bei dieser Übung haben die Antriebsräder auf feuchter Fahrbahn leichte Kontaktprobleme, und die Lenkung verhärtet sich. Trotz der Nähe zum SUV sind die Fahreigenschaften von flotter Natur, der Motor dreht sehr wach hoch, und bei besser dosiertem Gas bleibt die Lenkung präzise. Unter überwiegend winterlichen Verhältnissen bewegt, ergab sich ein Durchschnittsverbrauch von eher enttäuschenden 8,3 Liter für 100 Kilometer, bei einer Sparfahrt wurden 6,2 bis 6,6 Liter errechnet. Unverändert schwungvoll gibt sich die Karosserie, die nach hinten eine schlechte Übersichtlichkeit und eine Endpartie bietet, die sich bei Schmuddelwetter konsequent verschmutzt. Im Innenraum herrscht souverän die beruhigende Routine der Großserie, hinten sind auch drei Passagiere bequem untergebracht, der Kofferraum ist variabel, die Ausstattung überaus komplett, und der Einstieg in den billigsten Qashqai Visia mit diesem neuen Benziner gelingt schon mit 21.350 Euro.

          Weitere Themen

          Intelligent gelöst

          Schlusslicht : Intelligent gelöst

          Er reicht nicht, keine Ahnung zu haben, man muss auch auf den Mond schauen. Dann ergibt sich die künftige Klimasteuer fast von selbst.

          Drinks mit KI Video-Seite öffnen

          Roboter ersetzt Barkeeper : Drinks mit KI

          An der Roboter-Bar in Prag werden die Drinks über einen Touchscreen bestellt. Dabei stehen 16 Cocktails zur Auswahl. Die Maschine schafft bis zu 80 Cocktails pro Stunde.

          Minimaler Stromschlag

          Mini Cooper SE : Minimaler Stromschlag

          Mini schickt sich an, ein vollelektrisches Modell auf den Markt zu bringen. 200 Kilometer Reichweite für 32.500 Euro – da darf man maximal gespannt sein.

          Topmeldungen

          Erstes Zeitungsinterview : AKK stellt sich vor ihre Soldaten: „Kein Generalverdacht“

          In ihrem ersten Zeitungsinterview als Verteidigungsministerin spricht Annegret Kramp-Karrenbauer über ihr Verhältnis zum Militär, über das Vermächtnis der Männer des 20. Juli und über den Lieblingspulli ihrer Teenagerzeit. Auch in kritischen Zeiten werde die Truppe ihr Vertrauen genießen.
          Freiherr von Boeselager sind humanitäre Missionen wichtiger als die prunkvollen Traditionen des Malteserordens. Deswegen ist er oft vor Ort, wie hier bei einem Schlafkrankheitspatienten im südsudanesischen Yei.

          FAZ Plus Artikel: Malteserorden : Der bescheidene Großkanzler

          Albrecht Freiherr von Boeselager führt den ehrwürdigen Malteserorden. Als Großkanzler bricht er mit der Tradition – damit der Orden besser helfen kann. Das macht ihm nicht nur Freunde.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.