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Fahrbericht Mercedes-Benz C250 : Nie war es angenehmer, Kombi zu fahren

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z., Hersteller

Die C-Klasse von Mercedes-Benz gibt als Kombi eine nahezu perfekte Vorstellung. Entspanntes Ankommen ist garantiert. Wer will da noch zur Limousine greifen?

          Mit großem Schwung sind Kombis aus der Spezialitäten- oder Handelsvertreter-Ecke auf die vorderen Plätze der Zulassungsstatistik gefahren. Rund die Hälfte aller neu zugelassenen Personenwagen hat in Deutschland das erweiterte Ladevolumen unter dem hohen Heck. Transportiert werden im Kombinationskraftwagen oder kurz Kombi jedoch längst nicht mehr Musterkollektionen, Aktenberge oder gar Schweinehälften, der Raumgewinn nützt für Freizeit, Sport und Hobby.

          Dafür benötigen die Kunden keine rekordverdächtigen Ladevolumen, sondern einen möglichst schick verpackten Stauraum, der Weltanschauung, Lebensart und den Bruch mit Konventionen nach außen tragen soll. So ist auch das T-Modell der C-Klasse von Mercedes-Benz kein Transportmeister geworden, sondern es will mit spannungsgeladenen Formen, kräftigen Motorisierungen und Ausstattungen auf hohem Niveau als passender Partner für alle Lebenslagen akzeptiert werden. Der Einstiegspreis der Baureihe liegt bei 35 224 Euro. Dafür wird ein 156 PS (115 kW) starker 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner unter der Haube geboten. Gesteigertes Fahrvergnügen bietet freilich der Zweilitermotor im C 250 T für 42 602 Euro, der den 4,70 Meter langen Kombi mit 211 PS (155 kW) in Zusammenarbeit mit der serienmäßigen Siebengangautomatik souverän vorantreibt.

          Erweiterung der Transportmöglichkeit gelingt einfacher denn je

          Um zehn Zentimeter ist das T-Modell im Vergleich zum Vorgänger in der Länge gewachsen. Der Gewinn an Kofferraumvolumen fällt dabei bescheiden aus, um zehn Liter hat es zugelegt. 490 bis 1510 Liter Gepäck passen in den fein verkleideten Kofferraum. Die Erweiterung der Transportmöglichkeit gelingt einfacher denn je. Die Lehnen der Rücksitzbank ruhen mit sanfter Vorspannung in ihren Schlössern. Wer die eleganten kleinen Tasten seitlich in der Verkleidung des Türrahmens oder im Kofferraum berührt, erlebt, wie sich die Lehnen mit angemessenem Schwung flugs in die Horizontale verfügen. Das macht den Laderaumboden eben wie einen Salzsee. Hilfreich ist die Rollo-Automatik, mit der sich die geschlossene Laderaumabdeckung beim Öffnen der Heckklappe nach oben bewegt und so das Verstauen der Einkäufe ohne zusätzliche Bedienungsgriffe möglich macht. Die Heckklappe öffnet auf Wunsch und für 476 Euro elektrisch. Wer das schlüssellose Zugangs- und Startsystem für 773 Euro ordert, erhält die Heckklappenautomatik als Dreingabe.

          Fast ist der Laderaum in seiner Schutzlosigkeit zu bedauern. Wer anderes als feine Lederkoffer, saubere Kartons oder den weichen Kleidersack dort einlädt, wird als Kofferraumfrevler bestraft werden und mit dem Staubsauger an die Waschanlage geschickt. Für Baustoffe, Schüttgut und ähnliches gibt es eine stabile Kofferraumwanne für wenigstens 75 Euro. Diese kann die sonst hochwertigen Teppichverkleidungen schützen. Haken und Ösen zur Gepäcksicherung sind an Bord. Wer es wünscht, kann obendrein Teleskopstangen als Steckmodule hierfür ordern (178 Euro).

          Ordnung halten fällt im C-Klasse-Kombi nicht schwer

          Weiter vorn geht es kaum weniger edel zu. Das C rückt dem E nahe, die Grenzen zwischen den Segmenten verwischen. Hier wie dort prägt die sorgsam abgestimmte Materialwahl den Innenraum des Kombis. Chrom, Aluminium, Hochglanz und Holz harmonieren, die Schalttafel wirkt aufgeräumt, und auf den ersten Blick finden sich die gesuchten Bedienungselemente dank einer logischen Anordnung, im Zweifelsfall dank ihrer eindeutig symbolischen Kennzeichnung. Ablagen? Aber ja. Überall dort, wo man sie braucht, dazu ein Handschuhfach anständiger Größe, Ordnung halten fällt im C-Klasse-Kombi nicht schwer.

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