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Fahrbericht Hyundai Tucson : Ein Fortschrittchen

Ruhepol: Der Startergenerator im Hyundai Tucson sediert Start-Stopp. Bild: Hersteller

Der Hyundai Tucson fährt mit retuschiertem Aussehen und feinerer Technik in die neue Saison. Er bewährt sich im Alltag als unkomplizierter Begleiter mit gutem Komfort.

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          Hyundai genießt nicht umsonst viel Aufmerksamkeit der Konkurrenz, und da wollen wir gar nicht die berühmte „Da scheppert nix“-Situation auf der IAA 2011 mit dem ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn bemühen. Heute führt der koreanische Hersteller ein Brennstoffzellenfahrzeug heran oder ein Elektroauto von schöner Alltagstauglichkeit. Aber es gilt eben, abseits der homöopathisch versorgten Nischen die Volumenmodelle frisch zu halten, etwa das erfolgreiche SUV Tucson.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Es fährt mit retuschiertem Aussehen und feinerer Technik in die neue Saison. Ins Angebot rückt ein 1,6-Liter-Diesel. Wir interessieren uns indes für den stärkeren mit 2,0 Liter Hubraum und 185 PS, den es ab 41.000 Euro gibt. Er hat erstmals die Automatik mit acht Stufen sowie ein 48-Volt-Netz an Bord. Der unter dem Stichwort Mildhybrid arbeitende zweite Stromkreis ist für bis zu 12 kW Leistung aus einem 0,44-kWh-Batteriechen gut. Er wirkt über einen per Riemen mit der Kurbelwelle verbundenen Startergenerator sowie beim Beschleunigen, was bis sieben Prozent Kraftstoff und Abgas sparen soll.

          Zunächst zu dem, was unverändert geblieben und damit eine gute Nachricht ist: Der Tucson bewährt sich im Alltag als unkomplizierter Begleiter mit praktischen Talenten und gutem Komfort. Sein schwarz in schwarz gehaltenes Interieur mit dem nunmehr frei stehenden Bildschirm ist nicht der letzte Schrei, aber aufgeräumt, weitgehend rätselfrei zu bedienen und ordentlich verarbeitet. Dass es hier und da warnend piepst, auch wenn offensichtlich nichts falsch gemacht wurde, ist eine Eigenart aller Asiaten mit Zugeständnis an den ängstlichen amerikanischen Klienten.

          Maschine und Getriebe harmonieren auf angenehme Weise, dank Allradantrieb kann ruhig Schnee kommen. Ein echter Fortschritt ist der Start-Stopp-Moment vor der Ampel, der nun geschmeidig gelingt, während sich andere Motoren schütteln wie der heimische Kater beim Anblick des Eindringlings vom Nachbargrundstück. Nur richtig spritzig ist der Antrieb noch immer nicht, er fühlt sich weiterhin schwächer an als 185 PS. Und das mit dem Minderverbrauch ist auch so eine Sache. In unserem Test 2016 notierten wir 8,1 Liter Diesel-Durchschnitt. Und diesmal mit neuer Technik an Bord, Achtung: 8,1 Liter.

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