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Fahrbericht Ford Fiesta Active : Hoch soll er leben

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Ford Fiesta Crossover Bild: Hersteller

Die Crossover-Version des Ford Fiesta ist üppig ausgestattet und sieht robust aus. Seine 140 PS lassen den Active zum flotten Lottchen werden.

          Möchtegern-SUV und Crossover-Modelle sind selbst aus der Kleinwagenklasse nicht mehr wegzudenken. Auch Ford bietet die achte Fiesta-Generation jetzt erstmals als Active-Variante mit achtzehn Millimeter mehr Bodenfreiheit an. Sie ist mit 4,07 Meter um drei Zentimeter länger als der Standard-Fiesta und kommt zu Preisen von 18.600 Euro an immer mit vier Türen, 17-Zoll-Leichtmetallrädern, um zehn Millimeter verbreiterter Spur, schwarzen Seitenschwellern sowie leicht erhöhter Sitzposition.

          Der Aufpreis zur zweitürigen Fließhecklimousine in der Basisausstattung Trend beträgt 4050 Euro – eine Stange Geld in diesem preissensiblen Segment. Dafür wartet die Crossover-Variante aber ab Werk schon mit Klimaanlage, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfern und bequemen Sportsitzen auf den vorderen Plätzen auf – ein Spurhalteassistent ist beim Fiesta immer serienmäßig. Wer sich für die Ausstattung Active Colourline mit Verkehrszeichenerkennung, Fernlichtassistent, Bang & Olufsen-Soundsystem und gelben Innenraumapplikationen entscheidet, zahlt 1750 Euro mehr, Active Plus bietet für 3050 Euro Aufpreis auch eine Teillederausstattung und ein Navigationssystem. Dann liegt der Preis aber schon weit über 20.000 Euro.

          Elektrische Fensterheber hinten lässt Ford sich auch in der höchsten Ausstattung noch mit 150 Euro bezahlen. Genauso viel kostet der empfehlenswerte Türkantenschutz, eine Gummilippe, die beim Aussteigen automatisch aus den Türen herausfährt. Kombinieren lässt sich der Active sowohl mit dem – mehrfach als besten Motor seiner Klasse ausgezeichneten – Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 85, 100, 125 oder 140 PS als auch mit dem 120 PS starken 1,5-Liter-Turbodiesel. Mit Ausnahme des 100-PS-Benziners, der auch mit Sechsgangautomatik geordert werden kann, ist immer eine präzise geführte Sechsgang-Handschaltung an Bord. Trotz leichter Offroad-Optik ist der wie seine Brüder grundsätzlich frontgetriebene Fiesta Active kein Geländegänger. Für mehr Traktion und Sicherheit auf nassem, verschneitem oder vereistem Untergrund soll das Fahrprogramm „Rutschig“ sorgen, das neben „Normal“ und „Eco“ über den serienmäßigen Fahrmodusschalter angewählt werden kann.

          Ford bietet die achte Fiesta-Generation jetzt erstmals als Active-Variante mit achtzehn Millimeter mehr Bodenfreiheit an. Bilderstrecke

          Wir waren zwei Wochen lang mit dem Benziner in der höchsten Ausbaustufe zum Preis von mindestens 21.350 Euro unterwegs. Seine 140 PS und das maximale Drehmoment von 180 Nm bei 1500/min lassen den Active zum flotten Lottchen werden, das mit exakter, leichtgängiger Lenkung und knackig abgestimmtem Fahrwerk vor allem auf kurvigen Landstraßen überzeugt. Im dritten Gang zieht der rund 1,2 Tonnen schwere Wagen hinauf bis 140 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h wird in 9,4 Sekunden erledigt.

          Beim kräftigen Beschleunigen ist der ansonsten gut gedämmte Dreizylinder deutlich vernehmbar, man kann den kernigen Sound auch sportlich nennen. Zum Verbrauch: wer mit maximal 120 km/h auf flacher Autobahn unterwegs ist, kommt etwa auf den Normwert von 5,2 Liter je 100 Kilometer (119 g CO2/km). Wir verzeichneten im Durchschnitt einen noch akzeptablen Wert von 6,7 Liter (Super Plus).

          Der Qualitätseindruck im Innenraum ist gut. Die Tastenflut der letzten Fiesta-Generation wurde durch den hoch positionierten Acht-Zoll-Monitor in der Mittelkonsole, über den viele Funktionen gesteuert werden, deutlich reduziert. Der adaptive Tempomat, der Teil des Sicherheitspakets für 600 Euro ist, lässt sich intuitiv am Lenkrad bedienen. Die Instrumentierung ist analog, und es gibt noch eine klassische Handbremse.

          Vorn sind die Platzverhältnisse ordentlich, auf der Rückbank geht es enger zu. Das Kofferraumvolumen ist mit 311 bis maximal 1093 Liter bei umgeklappten Rücksitzlehnen nicht üppig, aber für die meisten Zwecke ausreichend. Die Ladekante liegt siebzig Zentimeter über dem Boden, ein doppelter Ladeboden kostet 75 Euro. Mit seiner robusteren Optik fällt der Active im Straßenbild ewas mehr auf als der dezent gezeichnete Standard-Fiesta. Gute Autos sind sie beide.

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