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Eine Woche im Elektroauto : Hürdenlauf am E-Werk

Diese Reichweite wird das Elektroauto nicht einhalten. Bild: Appel

Jenseits von Tesla gründet sich der Club der 450-Kilometer-Elektroautos. Und mit ihm große Versprechen. Wie lebt es sich damit? Ein Selbstversuch unter realen Alltagsbedingungen.

          8 Min.

          Posteingang: „Am Dienstag lese ich ,Technik und Motor‘ meistens als Erstes. Ich mag die Breite der Berichterstattung und die abwechslungsreiche Themensetzung. Beim Thema Elektromobilität habe ich allerdings das Gefühl, dass Sie Vorbehalte gegenüber der neuen Technologie haben“, schreibt uns Leser Fabian Sösemann. Er betreibt ein Gutshaus im mecklenburgischen Pohnstorf und fährt zwei Elektroautos, einen BMW i3 für die Herrschaften und einen Nissan Evalia für deren Lasten. Die Einschränkungen im täglichen Leben seien nach Umstellung von Gewohnheiten minimal, wirbt Herr Sösemann, ihm sei nicht widersprochen. Wer sich zumeist um Haus und Hof bewegt, ist mit den 100 Kilometern Reichweite, die solche Mobile aufbieten, gut bedient. Es sei hinzugefügt: Für die Stadt, in der die Elektromobilität die sinnvollste Einsatzkraft entfaltet, sind solch kompakte Fahrzeuge erste, wenn nicht einzige Wahl.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Was aber, wenn größere Strecken gefordert werden? Da war unterhalb der sündhaft teuren und mäßig verarbeiteten Teslas nichts zu bekommen. Nun macht sich die versammelte Autoindustrie auf den Weg. Mercedes-Benz, Porsche und Audi versprechen alsbald mindestens 400 Kilometer, Hyundai und Jaguar starten mit mehr als 450 Kilometern. Gemessen nach dem neuen Standard WLTP, der realitätsnahe Werte liefern soll, im bisherigen Zyklus NEFZ kommen gar 500 Kilometer heraus.

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