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DS 9 : Aus Liebe zur Limousine

DS 9: Mancher sieht schon Monsieur le Président darin. Bild: Hersteller

DS bringt sich mit dem DS 9 in Position. Die Limousine hat Anklänge an 1955. Mit ihr sollen Menschen gewonnen werden, die an Raum und Raffinesse Freude haben.

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          Der Wunsch nach einem stattlichen Citroën ist allgegenwärtig, womit freilich kein SUV gemeint ist, sondern eine Limousine von fließender Eleganz. Doch in dem Nebeneinander der Konzernmarken Peugeot, Citroën und DS ist dafür bislang kein Platz. Die Eroberung einer Käuferschicht, die womöglich zu Audi tendiert, ist DS übertragen, die sich trotz eher zäher Fortschritte, soweit bekannt, unverändert auf den langen Atem des Konzernchefs Carlos Tavares verlassen kann.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Die nächste Etappe wird mit dem DS 9 beschritten, einer 4,93 Meter langen Limousine mit einem Heck zwischen Fluss und Stufe, im Stile eines Fastback, wenn man so will. Mit 2,90 Meter langem Radstand und eigenwillig zusammengestellten Materialien sollen Menschen gewonnen werden, die an Raum und Raffinesse Freude haben. Die französische Handwerkskunst wird betont, und hier und da sind Reminiszenzen an die historische DS von 1955 eingestreut, etwa Positionsleuchten im Rahmen der Heckscheibe ziemlich genau an jener Stelle, an welcher die DS ihre Blinker hat. Neues Designmerkmal ist auch eine Metallleiste auf der Motorhaube, die sich vom Markenlogo bis an die Windschutzscheibe heran zieht.

          DS verzichtet hier auf Dieselmotoren. Zur Markteinführung wird der bekannte, an der Steckdose aufladbare Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor und 225 PS Systemleistung offeriert, er soll zwischen 40 und 50 Kilometer weit elektrisch fahren können. Die Akkus nehmen an der Wallbox bis zu 7,4 kW auf. Übertragen wird die Kraft mittels Acht-Gang-Automatikgetriebe. Mit etwas Abstand wird das Angebot um eine Variante mit 250 PS und größerer Reichweite sowie der Spitzenausführung mit 360 PS und Allradantrieb erweitert. Die Basis bildet ein 225 PS starker Benziner ohne elektrischen Beistand.

          DS verbaut Nappaleder, Alcantara und Kristallglas.
          DS verbaut Nappaleder, Alcantara und Kristallglas. : Bild: Hersteller

          DS verbaut Nappaleder, Alcantara und Kristallglas, die Sitze sind klimatisiert und massieren den gestressten Rücken. Lärm von außen gilt als unerfreulich, auf die Dämmung sei besonderer Wert gelegt worden, heißt es. Erwünscht sind indes feine Töne aus der Focal-Musikanlage mit 14 Lautsprechern. Das Fahrwerk ist adaptiv und auch ein wenig schlau, es soll im Voraus auf Unebenheiten reagieren und sie für die Passagiere eliminieren, wir werden das so bald als möglich ausprobieren.

          DS hat den 9 zunächst nur gezeigt, gefahren wird er später und in den Markt eingeführt auch, vermutlich in der zweiten Jahreshälfte. Gesagt wird dazu noch nichts, auch nicht zu den Preisen, in Coronaviruszeiten wackeln eben alle Zeitpläne ein wenig.

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