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DS 3 Crossback : Mit Grüßen aus Paris nach Bayern

Der DS 3 Crossback ist 4,12 Meter lang. Bild: Hersteller

Der DS 3 Crossback unternimmt mit eigenständigem Design und Pariser Chic den Versuch, gegen Audi Q2 oder Mini Countryman zu punkten und die Konkurrenz zu ärgern.

          Der französische PSA-Konzern hat ausweislich seines Vorstandsvorsitzenden Carlos Tavares 30 Jahre Zeit, um die auserkorene Edelmarke DS auf das Niveau von Audi zu hieven. Fast fünf sind vorbei, durchschlagender Erfolg stellt sich bislang nicht ein. Kein Wunder, ist die homöopathisch dosierte Modellpalette doch bislang arg übersichtlich. Jetzt aber: Jedes Jahr ein neues Auto steht in der Planung, und in diesem ist das Segment der kompakten SUV dran. Der DS 3 Crossback ist 4,12 Meter lang und unternimmt mit eigenständigem Design und Pariser Chic den Versuch, gegen Audi Q2 oder Mini Countryman zu punkten.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Im Mai kommen die Versionen mit Verbrennungsmotor nach Deutschland, eine vollelektrische Variante folgt im Januar 2020. Während der Benziner zum Lockvogelpreis von 23.500 Euro startet und angemessen ausstaffierte Exemplare wohl um 30.000 Euro erfordern werden, muss für die batteriebetriebene Variante mit 40.000 Euro gerechnet werden.

          Allesamt standen jetzt für eine erste Probefahrt zur Verfügung, und ihnen ist die Ernsthaftigkeit des Unterfangens anzumerken. DS zeigt feine Verarbeitungsqualität, edles Material und eine eigenständige Linie. Die Fahrwerke verzichten auf Gefühle aus Gokarts, sie setzen vielmehr auf sanften Komfort. Auffällig ist die gute Geräuschdämmung, innen geht es nicht nur im Elektromobil leise zu. Störend sind die hohe Ladekante, die in der Mitte liegenden Fensterheber und der störrische Startknopf, Letzterer eine Unart quer durch die Konzernpalette.

          DS zeigt feine Verarbeitungsqualität, edles Material und eine eigenständige Linie. Bilderstrecke

          Als Antrieb stehen Dreizylinder-Benziner mit 100, 130 und 150 PS zur Wahl sowie ein Vierzylinder-Diesel mit 130 PS. Die leistungsfähigeren Motoren sind an ein Automatikgetriebe mit acht Stufen gekoppelt, das sich meist angenehm in die Belange des Vorwärtsdrangs einfügt.

          Das vollelektrische Modell wird mit 136 PS versorgt, der Akku bietet 50 kWh, die nach der Norm WLTP für 320 Kilometer gut sein sollen. Nach einer ersten Proberunde konstatieren wir trotz 250 Kilogramm Zusatzgewicht eine komfortable Abstimmung mit dynamischen Anleihen, ansonsten herrscht Unaufgeregtheit im wohl gewollten Sinne. Die elektrische Variante unterscheidet sich stilistisch kaum merklich von den Versionen mit Verbrennungsmotor.

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