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Vorgestellt: DS 3 Crossback : Französischer Marathon

Der DS 3 Crossback zielt auf den Mini Countryman. Bild: Hersteller

Citroën will mit dem DS 3 Crossback im SUV-Markt mitmischen. Er soll Durchhalteparole und Aufbruchsignal zugleich sein. Vor allem die Designer setzen Ausrufezeichen.

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          Eine neue Marke zu etablieren ist nicht so einfach. Carlos Tavares, der Vorstandsvorsitzende von Peugeot-Citroën-Opel, hat seinen Mannen freie Fahrt und langen Atem für das Signet DS gegeben, mit dem das deutsche Premiumtrio angegriffen werden soll. „Audi hat 30 Jahre gebraucht. Wenn nötig, brauchen wir die eben auch“, sagte Tavares dieser Zeitung im September 2015.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          In den vergangenen drei Jahren mühten sich die Franzosen mehr schlecht als recht, und die Mittelklassemodelle DS 4 und DS 5 sind schon wieder entschlafen, lautlos, versteht sich. Unverdrossen ist in den Hallen nahe Paris aber von Rolex und Hermès als Orientierungspunkten die Rede, Selbstvertrauen kann nie schaden. Also trommelt das Unternehmen jetzt auch für seine neueste Variante, die zugleich Durchhalteparole und Aufbruchssignal sein soll.

          Der DS 3 Crossback möchte vom zweiten Quartal 2019 an im, wie könnte es anders sein, Getümmel der SUV mitmischen. Mit seinen 4,12 Metern Länge hat er harte Konkurrenz vom Schlage eines Mini Countryman oder Audi Q2 im Visier. Ob das Konzept eines nicht zu fernen Tages auch als Opel Corsa erscheinen wird, darf vermutet werden, die deutsche Schwestergesellschaft benötigt dringend synergetisch günstige Gassenhauer.

          Hochgezogene Seitenlinie: Die hinteren Beifahrer sitzen am Kellerfenster. Bilderstrecke

          Am DS 3 Crossback setzen die Designer Ausrufezeichen. Die Türgriffe ruhen bündig mit der Karosserie und fahren aus, sobald sich der Schlüsselhalter nähert. Öffnen und Schließen gelingt auch mit dem Handy. Um die Scheiben sind Dichtungen unsichtbar, dafür ist dank Matrix-LED vor dem Auto vieles gut erkennbar. Wie alle DS ist auch der crosse 3er auffällig gekleidet, er rollt auf 18 Zoll großen Rädern. Seine hochgezogene Seitenlinie erfordert innen freilich eine stabile Psyche, die hinteren Mitfahrer sitzen am Kellerfenster. Fahrwerk und Isolierung versprechen gehobenen Komfort. Ein Haufen Assistenzsysteme gehört heute ebenso zum guten Ton wie die Möglichkeit mannigfaltiger Personalisierung.

          Als Antrieb stehen fünf Diesel und Benziner mit 100 bis 155 PS bereit. Vom Jahresende 2019 an soll eine rein elektrische Variante mit 136 PS, 50-kWh-Batterie und 300 Kilometern realitätsnaher Reichweite nach WLTP die Palette ergänzen. Hybride sind nicht geplant. An den Preisen wird noch gefeilt.

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