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Christoph gegen Corona : DRF Luftrettung verlegt weiteren Hubschrauber nach Sachsen

Christoph 114 (im Hintergrund) wird von Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) bis Sonnenuntergang einsatzbereit sein. Bild: obs

Um im Kampf gegen das in Sachsen grassierende Corona-Virus mitzuhelfen, wird unter dem Rufnamen Christoph 114 ein Helikopter vom Typ H 135 für Notfälle eingesetzt.

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          Es ist immer gut, einen Hubschrauber in der Hinterhand zu haben. Die DRF Luftrettung verlegt jetzt einen nach Bautzen, um im Kampf gegen das in Sachsen grassierende Corona-Virus mitzuhelfen. Unter dem Rufnamen Christoph 114 wird ein Helikopter vom Typ H 135 für Notfälle eingesetzt. Er entlastet damit den dort schon stationierten Hubschrauber mit dem Rufnamen Christoph 62. Letzterer ist ein geräumigerer Airbus Helikopter H145 und soll fortan vornehmlich für die Verlegungen von Covid-19- Patienten eingesetzt werden.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Der H145 ist ein wahres Multitalent. Er ist bis zu 260km/h schnell und kann etwa 700 Kilometer weit fliegen. Ein großer Vorteil ist auch, dass dem Notarzt relativ viel Platz in der Kabine zur Verfügung steht und er an alle Körperteile des Patienten gut herankommt. Das war nicht immer so. Die ersten eingesetzten Helikopter im früheren Rettungseinsatz vor der Jahrtausendwende wie die Bo 105 waren im Innern so eng, dass der Mediziner nicht an die Beine des Patienten kam. (siehe auch „Übung macht den Bergretter)

          Wegen der angespannten Situation in Folge der weiterhin hohen Infektionszahlen in Sachsen sei die gemeinnützige Luftrettungsorganisation durch den Freistaat Sachsen beauftragt worden, einen zusätzlichen Hubschrauber in Dienst zu stellen, heißt es von der DRF. Für die Mannschaft bedeutet das natürlich Dienst über die Feiertage, weshalb „wir ein großes Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen aussprechen, die sich so kurzfristig dazu bereiterklärt haben, an den bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen diesen Dienst zu übernehmen”, sagt Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

          Der zur Verfügung gestellte Hubschrauber gehört zur bestehenden Flotte der DRF Luftrettung. Christoph 114 wird von Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) bis Sonnenuntergang einsatzbereit sein. Piloten und Notfallsanitäter werden aus der Belegschaft der DRF Luftrettung rekrutiert. Die Notärzte werden größtenteils in Zusammenarbeit mit der Universität Dresden sowie dem Städtische Klinikum Dresden Friedrichstadt gestellt.

          Die DRF Luftrettung ist zunächst für die Dauer von 90 Tagen mit der Bereitstellung des Hubschraubers beauftragt. Je nach Entwicklung der Pandemie ist eine Verlängerung denkbar. 

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