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Drei Mal neu : Baden und Stromern mit Land Rover

  • -Aktualisiert am

Der Name ist Programm: Mit dem neuen Discovery gut gerüstet für eine Entdecker-Tour Bild: Stefan Thiele

Alle drei Range Rover sind noch frisch, jetzt gibt es einen Diesel-Hybrid für die beiden großen, der Evoque bekommt ein Neun-Gange-Getriebe. Und der Land Rover Discovery ein Facelift.

          3 Min.

          Wer in der SUV-Oberklasse mitmischen will, kommt um einen Hybrid-Antrieb nicht mehr herum, selbst wenn es nur fürs Image ist. Für das kommende Modelljahr bietet Land Rover jetzt sowohl für den Range Rover Sport als auch für den Range Rover einen V6-Diesel (3,0 Liter Hubraum) mit zusätzlichem E-Motor an. Mit einer Systemleistung von 250 kW (340 PS) und einem Drehmomentmaximum von 700 Newtonmeter soll diese Variante trotz der hohen Leistung die Umwelt mit bis zu 26 Prozent weniger CO2-Emissionen belasten. Bei ersten Probefahrten überzeugte der große Range Rover mit einem Gefühl des wohltuend entspannten Dahingleitens. Dazu trägt auch die traditionell aufrechte Sitzposition bei. Neue Assistenzsysteme (unter anderem Tempowarner, Spurhalter, Abstandshalter) sind jetzt ebenfalls zu haben. Ein zukünftig lieferbares Head-up-Display war in den zur Verfügung gestellten Fahrzeugen noch nicht verbaut.

          Beide Range-Rover-Hybrid können bis zu 3,5 Tonnen an den (wahlweise) motorisch ausfahrenden Haken hängen. Der nuschelnde Hybrid-Antrieb steht dem Fahrkomfort der Motorversion in nichts nach. Der Normverbrauch wird mit 6,4 Liter Diesel angegeben. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Fahr-Batterie an der Steckdose aufzuladen. Für das gute Gewissen zahlt man im Range Rover Sport 86.000 Euro, der Range Rover als Hybrid kostet 121.400 Euro. Für die eher nicht so umweltbewegte Kundschaft nimmt Land Rover für den Range Sport jetzt auch den 4,4-Liter-V8-Diesel (340 PS/ 250 kW) ins Programm. Die Auslieferung startet im Frühjahr.

          Es gibt sie noch: die guten alten Land Rover

          Der erfolgreich im Markt plazierte kompakte Range Rover Evoque soll künftig bei unveränderter Motorenauswahl mit einer neuen Neun-Stufen-Automatik und serienmäßigem Start-Stopp-System noch wirtschaftlicher und umweltschonender fahren. Land Rover nennt je nach Motorvariante um bis zu zwölf Prozent reduzierte Verbrauchswerte. Die Triebwerke leisten 150 bis 240 PS, die Preise starten bei 33.500 Euro.

          Der Land Rover Discovery

          Bei aller Aufregung um die Range-Rover-Linie, es gibt auch noch die guten alten Land Rover. Bis der Defender (seit 1948, die aktuelle, vierte Generation seit 1982) verabschiedet wird, dauert es noch bis Ende 2015, aber für 2014 wurde der Discovery einer umfassenden Modellerneuerung unterworfen. Neben den bisherigen 3,0-Liter-Dieselvarianten TDV6 und SDV6 mit Leistungen von 256 PS (188 kW) und 340 PS (250 kW) ist jetzt ein 3,0-Liter-V6-Benziner (Kompressor) im Programm. Er hat auch 340 PS und wird in Deutschland aber keine Rolle spielen. Neu sind für alle Discovery Scheinwerfer und Rückleuchten in LED-Technik, leichte Retuschen an der Karosse und das Assistenzsystem „Wade-Sensing“.

          Agilität und Fahrdynamik

          Das aus der Range-Rover-Baureihe übernommene System misst bei einer Wasserfahrt mittels Sensor den Abstand zwischen Außenspiegel und Wasseroberfläche und warnt den Fahrzeuglenker mit einer grafischen Anzeige vor allzu gewagten Tauchmanövern. Obwohl auch der Discovery ein Meister seines Fachs im Gelände bleibt und durch das Wade-Sensing noch gewinnt, nimmt Land Rover jetzt für den „Disco“ eine einfachere Getriebevariante ins Programm, wie beim Range Rover Sport. Allrad bleibt selbstverständlich, aber ein Untersetzungsgetriebe (für den Einsatz in schweren Gelände notwendig), muss extra geordert werden. Ohne Untersetzung wiegt das Getriebe 18 Kilo weniger, ein Torsen-Differential verteilt das Antriebsmoment in der Regel zu 42 Prozent nach vorn und zu 58 Prozent nach hinten. Damit erfülle man einen immer wieder geäußerten Kundenwunsch. Wie im Range Rover gibt es für den 2014er-Discovery jetzt auch neue Assistenzsysteme. Die Preise starten bei 44 600 Euro. Die auffälligste Änderung ist im übrigen der Schrift „Discovery“ an der Kante der Motorhaube. Bisher stand da immer „Land Rover“.

          Der Verzicht auf die Untersetzung (im Freelander und im Evoque generell nicht vorhanden) macht schon deutlich, dass es bei Land Rover schon länger nicht mehr nur um hervorragende Leistungen im Gelände geht. Die Aluminiumbauweise der Range Rover im Verbund mit damit einhergehender Gewichtsersparnis sorgt für einen ausgeprägten Gewinn an Agilität und Fahrdynamik. Spürbar ist das vor allem im Range Rover Sport.

          Mit dem neuen V8-Diesel ist der Vortrieb erst bei 225 km/h zu Ende. Auch bei schnell gefahrenen Kurven fühlt sich der immer noch 2,3 Tonnen schwere Wagen stets sicher und beherrschbar an. Dazu trägt die selektive Kraftverteilung namens „Torque-Vectoring“ bei, die in schnell durchfahrenen Kurven weniger Kraft an die kurveninneren Räder schickt und damit zu einem leicht beherrschbaren Eindrehen des Fahrzeugs in die Kurve führt. Selbst bei hoher Beanspruchung konnten wir kein Nachlassen der Bremswirkung feststellen. Der Range Rover Sport ist 15 Zentimeter kürzer als der fünf Meter lange Range Rover, er passt besser in unsere engen Großstädte. Seine Wendigkeit und die gute Übersichtlichkeit der Karosserie mit guter Rücksicht durch die vergleichsweise große Heckscheibe wird durch einen neuen Einpark-Assistenten zusätzlich verbessert. Diese elektronische Parkhilfe ist jetzt auch für den Range Rover erhältlich.

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