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Die Autos des Jahres 2003 : Drei Volkswagen unter den ersten vier

Wie immer das meistverkaufte Auto: VW Golf Bild:

Offenbar trägt Volkswagen seinen Markennamen doch noch zu Recht: Unter den vier meistverkauften Fahrzeugen des Jahres 2003 sind drei Modelle aus Wolfsburg.

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          Offenbar trägt Volkswagen seinen Markennamen doch noch zu Recht: Unter den vier meistverkauften Fahrzeugen des Jahres 2003 sind drei Modelle aus Wolfsburg. Dem Golf war trotz eines Zulassungsminus von 20 Prozent das Siegerpodest sicher, der VW Polo kommt auf den dritten, der Passat auf den vierten Platz. Einige Golf-Interessenten sind gewiß zum kleineren Polo abgewandert, denn dieser konnte um zehn Prozent zulegen. Außer dem Polo konnten unter den ersten zwölf nur die Mercedes-Benz E-Klasse (plus 17,6 Prozent) und der Peugeot 206 (plus 14,9 Prozent) zulegen. Opels Astra, einst Abonnements-Zweiter, rutscht nach einem abermaligen Minus von 20,3 Prozent auf Rang acht ab. Der Peugeot 206 darf sich mit dem Titel des besten "Ausländers" schmücken, wobei die Zulassungen zum großen Teil auf das Kabrio Nummer eins, den 206 CC, zurückzuführen sind. Der Audi A3 auf 13 steigert sich um beachtliche 39,4 Prozent und hält knapp die 5er-Reihe von BMW in Schach, die sich um 9,7 Prozent verbessert.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Auf der 15 feiert Opel Deutschlands meistverkauften Minivan. Der Newcomer des Jahres, der VW Touran, rückt dem Zafira aber ganz dicht auf den Pelz. Ganze sieben Zulassungen mehr wurden für den Opel registriert. Dabei startete der Verkauf des Touran doch erst im Frühjahr. In diesem Jahr wird Opel aller Wahrscheinlichkeit nach auch diesen Titel abgeben müssen. Der Erfolg des Touran mag ein weiterer Grund für das Schwächeln des Golf sein, wobei auch die Wachablösung von der vierten zur fünften Generation Zulassungszahlen gekostet hat.

          In Rüsselsheim mag man sich trösten, daß es Ford auch nicht viel besser geht. Der Focus ist als Neunter immer noch hinter dem Astra, Fiesta und Mondeo schaffen es so gerade noch unter die ersten 20. Alle drei haben sich wesentlich schlechter verkauft als 2002. Der Audi A6 auf 20 hat sich in seinem letzten vollen Produktionsjahr vor dem Modellwechsel noch achtbar geschlagen (minus 8,9 Prozent), der Renault Megane schafft es trotz einer Steigerung um fast 60 Prozent (neues Modell) nur auf Platz 22 direkt hinter dem Rivalen Peugeot 307 (plus 16,7). Mit Rang 17, belegt vom Skoda Fabia als zweitbestem Import-Auto, beginnt die Tabellen-Region, in der sich heimische Hersteller und Importe fröhlich abwechseln. Der Smart auf 23 hat wie viele Modelle deutlich verloren (minus 17,4), der Skoda Octavia dagegen hat im siebten Produktionsjahr noch mal um 6,2 Prozent zugelegt und kommt auf Rang 25. Eng beieinander stehen der Opel Meriva und der Opel Vectra auf 27 und 28. Während der Mini-Minivan als Erfolg gewertet werden muß - nur der Touran kletterte aus dem Nichts weiter nach oben -, kann der Vectra trotz aller technischer Qualitäten offenbar zu wenige Kunden von diesen überzeugen. Ein Minus von fast 20 Prozent sagt alles. Vielleicht wird es jetzt besser, der Vectra Caravan mit dem riesigen Laderaum ist endlich zu haben.

          Auf Rang 30 findet sich der Mazda6, das meistgekaufte asiatische Auto, alle Achtung. Fiat schafft es nur noch, mit dem Punto Rang 31 zu belegen, eigentlich ein Armutszeugnis. Aber der neue Panda wird's vielleicht richten. Der Platz 33 des Mini ist beachtlich, viele Käufer sind bereit, einen Luxus-Kleinwagen zu bezahlen. Das Interesse am VW Lupo (Rang 34) hat stark nachgelassen, mehr als ein Drittel der Käufer sind im Jahresvergleich weggebrochen.

          Vor Jahren haben wir den Opel Tigra als Deutschlands Spaßauto Nummer eins bezeichnet. 2003 gebührt dieser Titel entweder dem Mini oder dem Mercedes-Benz CLK, der mit einem Zulassungsplus von 40,3 Prozent immerhin Rang 36 erreicht. Um fast 40 Prozent legt auch der Nissan Micra zu, auf Rang 38. Wie sehr das Interesse an Geländewagen oder SUV (sportliche Freizeitfahrzeuge) zugenommen hat, zeigt das Auftauchen von Toyota RAV4, Mercedes-Benz ML und BMW X5 in den Top 50. Bisher schaffte das nur der Mercedes-Benz. Ganz hinten tauchen noch zwei Fords auf. Der mittlerweile angegraute Kleinwagen Ka (minus 30 Prozent) und der vom Fiesta abgeleitete Fusion. Ford macht also nicht alles falsch, dieser neue Meriva-Konkurrent hätte fast Markenbruder Ka übertroffen.

          Wie sehr Deutschlands Kabrio-Freunde auf den offenen New Beetle gewartet haben, zeigt die Verdopplung (exakt plus 112,9 Prozent) der Verkaufszahlen. Mehr als die Hälfte der Beetles sind Kabrios.

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