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E-Boom geht weiter : Die Autobranche fährt Rad

  • -Aktualisiert am

Der Rahmen mit dem Antriebsstrang aus Pinion-Getriebe, Neodrives-Motor und Gates-Riemen. Bild: Pardey

Der elektrische Hilfsantrieb hat viel verändert: das Fahrradfahren, das Fahrrad selbst und die Art, wie es entsteht.

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          Dort, wo man das Gras wachsen hört, wurde auf einem der größten Treffen der internationalen Fahrradbranche schon vom Ende der Erfolgsgeschichte geunkt: Das Branchenblatt Sazbike verkündete auf dem Titel pünktlich zur Eurobike in Friedrichshafen „Der Pedelec-Boom flaut langsam ab“. In Langform lautete die lediglich auf einer Befragung beruhende Botschaft allerdings: „Die Händler sind sich einig: Der E-Boom geht weiter. Viele bekennen sich aber auch zum unmotorisierten Fahrrad.“ Wer hätte das gedacht. Auf der von Erosion betroffenen, aber nicht geprägten Messe – etliche große Marken waren nicht präsent – stellte sich die Elektrifizierung des Fahrrads als nach wie vor attraktives Geschäftsfeld dar. Weitere Autozulieferer drängen auf den Markt.

          Die Zeiten, als ein Fahrradhersteller oder ein Branchenneuling einfach einen Akku und einen Motor an einen vorhandenen Rahmen zu schrauben brauchte, neigen sich in der Tat ganz entschieden dem Ende zu. Der Kunde will, egal, ob es sein erstes oder schon nicht mehr das erste Pedelec ist, mehr: Der Akku soll im und nicht auf dem Rahmen sitzen, auch wenn dies abgesehen von der Optik keineswegs nur Vorteile hat. Sogar beim Tiefeinsteiger wird vermieden, diese pfundige Komponente für den Schwerpunkt ungünstig hoch und sichtbar in den Gepäckträger zu schieben. Die Motorsteuerung soll sich nicht auf ein simples Plus und Minus des Unterstützungsgrads beschränken: Ob Smartphone oder proprietäres Display als Bedienungsoberfläche, es ist Vernetzung angesagt. Am Fahrrad selbst heißt das Zugriff auf die Schaltung oder Automatik. Und darüber hinaus sind Navigation und der Kontakt zur eigenen Sport-Community und weiter in die große weite Netzwelt gefragt.

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