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Fahrradmesse Eurobike : 3000 Räder warten auf ihre Testfahrer

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Delite, der Dritte: Mit zwei Akkus stehen an dem Tourer von Riese und Müller 1000 Wattstunden zur Verfügung. Bild: pd-f

Am Mittwoch öffnet in Friedrichshafen für Fachbesucher die 25. Auflage der Fahrradmesse Eurobike. Am Samstag und Sonntag dürfen dann alle kommen. Einiges ist in diesem Jahr anders als in der Vergangenheit organisiert. Was gibt es zu sehen und zu erradeln?

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          Die weit und breit größte Messe, die sich rund ums Fahrrad dreht, unterscheidet zum ersten Mal in diesem Jahr zwischen drei „Business Days“, die von Mittwoch bis Freitag stattfinden und nunmehr zwei „Festival Days“ für jedermann am Wochenende. (Tageskarte: 14 Euro für Erwachsene an der Kasse). 1350 Aussteller aus rund 40 Ländern machen die Eurobike zu einem Ereignis von Weltbedeutung. Da nicht alle Interesse und Geschäftsbeziehungen zu Endkunden haben, sind an den Besuchertagen nur noch rund tausend Aussteller vertreten. Die etwa dreitausend Fahrräder zum Testen aber können an allen fünf Tagen ausprobiert werden.

          Die Teststrecken nordöstlich der Messe sind erweitert worden. Die Ausleihstände wurden an die Rückseiten und zwischen die B-Hallen verlagert. Dorthin ziehen auch die Aussteller von Elektrorädern um, die bislang auf dem Freigelände Ost zu finden waren. Die Schaffung dieser Demo-Area behebt einen Gefahrenpunkt: Bislang musste, wer ein Elektrorad zur Probe fahren wollte, den Fußgängerstrom zwischen den Hallen B4 und B5 kreuzen, um auf die Teststrecke zu gelangen. Es hatte sich jedoch kaum durchsetzen lassen, dass dort geschoben werden sollte. Diese Veränderungen führen dazu, dass man nicht alle Aussteller an gewohnter Stelle findet. Aber abgesehen von Fahrrädern, ist selbstverständlich alles Drumherum da: der Schwerpunkt der Bekleidung genauso wie die Themen Sicherheit und Diebstahlsschutz, der wachsende Rad-Tourismus und die Navigation am Lenker. Die Eurobike hat auch verkraftet, dass namhafte Branchengrößen abgesprungen sind, um mit einem Soloauftritt ihre Kunden gezielter zu erreichen. Der Besucher profitiert nach wie vor von einem einzigartigen Branchenüberblick.

          Neue Anbieter drängen auf den Markt

          Die eine Neuigkeit der Eurobike 2016 hat einen nun schon jahrealten Bart: Es ist nicht abzusehen, dass die Kundschaft allmählich genug vom Elektrofahrrad hat. Das Gegenteil ist der Fall: Neue Anbieter drängen aufs Spielfeld, und die Platzhirsche versuchen, mit Innovationen Gelände zu halten und dazuzugewinnen. Bosch knackt mit einem y-förmig verzweigten Kabelbaum die 1000-Wattstunden-Grenze bei der Akkukapazität - verteilt auf zwei Akkupacks von jeweils 500 Wh, aus denen sich der Motor gleichmäßig bedient. Es gibt aus Reutlingen eine besonders kleine Kombination von Display und Bedieneinheit, die sich wohl am Mountainbike gut machen wird. Das große farbige Nyon-Display von Bosch kann nun in Abhängigkeit von der Topographie berechnen und kartographisch im Umkreis des Standorts anzeigen, wie groß die Reichweite noch ist.

          Panasonic lässt einen neuen Mittelmotor-Antrieb bei seinem guten Schweizer Kunden Biketech - Markenname: Flyer - exklusiv debütieren. In den Motor ist ein Zweiganggetriebe - zusätzlich zur Gangschaltung hinten - integriert, das wahlweise automatisch arbeitet oder sich von Hand schalten lässt. Flyer verbaut diesen Antrieb zum einen in einem Stadtrad, der „U-Serie“, die es nur als 45-km/h-Version geben wird. Das „Uproc 7“ ist dagegen ein vollgefedertes E-Mountainbike der 25-km/h-Klasse. Interessant ist der im Querschnitt asymmetrisch L-förmig gestaltete 432-Wattstunden-Akku, der seitlich in seine Rahmenhalterung verschwenkt wird. Die Preise beginnen bei 4400 und 4700 Euro.

          Haibike mit integriertem Display und „e-Connect“

          Yamahas neuen Antrieb PW-X, leistungsstärker und kompakter, wird man unter anderem bei Mountainbikes von Haibike, aber auch in dem nicht nur stilistisch bemerkenswerten Stadtrad Yakun Urban von Winora sehen. Das kommt serienmäßig mit Anhängerkupplung am Rahmen. Die Spitzenmodelle von Haibike machen auf sich unter anderem mit einer Eigenentwicklung, dem in den Vorbau integrierten Display und „e-Connect“ aufmerksam: Fahrdaten werden an eine App übertragen. Shimano hat mit der E8000-Serie eine Steps-Antriebseinheit speziell für das wachsende Segment der E-Mountainbikes im Programm. So richtig Laune machen kann Steps zum Beispiel im komplett überarbeiteten Scorpion von HP Velotechnik: Da hat man dann am Lenker des elektrischen Liegedreirads die Wahl, ob die Nexus Di2 zwischen den acht Gängen automatisch schalten soll oder ob man das lieber selbst besorgt.

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