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Der veränderte Markt für Luxusautos : Das feine Automobil glänzt in Amerika und in Asien

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Will der Konkurrenz sein schönes Heck zeigen: Bentley Continental GT Bild:

Der Markt für Luxusautos hat sich verändert; während in Asien und Amerika nach wie vor hohe Nachfrage herrscht, ist in Deutschland ein harter Kampf um die Gunst der Käufer entbrannt. Es gibt üppige Rabatte auf kaum gefahrene Direktions- oder Vorführwagen, jeder einzelne Verkauf zählt.

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          Der Markt für Luxusautos hat sich verändert; während in Asien und Amerika nach wie vor hohe Nachfrage herrscht, ist in Deutschland ein harter Kampf um die Gunst der Käufer entbrannt. Es gibt üppige Rabatte auf kaum gefahrene Direktions- oder Vorführwagen, jeder einzelne Verkauf zählt. Audi motiviert seit kurzem seine Händler zusätzlich noch mit einer Eroberungsprämie von 4000 Euro, wenn sie einem Mercedes-Benz- oder BMW-Fahrer einen Audi A8 schmackhaft machen. Dabei ist Audi ohnehin auf dem Vormarsch, der Marktanteil im Luxussegment in Deutschland stieg von 17 auf 25 Prozent. Damit sehen die Ingolstädter bereits die BMW-Rücklichter, deren Marktanteil von 34 auf 28 Prozent eingebrochen ist. Der 2001 vorgestellte 7er gefällt hierzulande kaum, die Gestalt entspricht nicht der westeuropäischen Ästhetik. Die aktuelle S-Klasse von Mercedes-Benz, die lange Zeit jede zweite Luxuslimousine stellte, ist schon seit 1998 im Angebot und erreichte 2003 noch 31 Prozent des Marktes.

          Der VW Phaeton wird dagegen kaum wahrgenommen, 2003 dümpelten seine Zulassungen in Deutschland bei angeblich 3000 Fahrzeugen. Wenn man einen Phaeton sieht, ist er sowieso nur in einer von drei Städten zu Hause: Wolfsburg, Braunschweig oder Dresden.

          Und wer daheim nicht erfolgreich ist, hat auch in der Welt einen schweren Stand. Jedoch ist in anderen Ländern die Welt der feinen Gefährte noch eher in Ordnung, auch wenn die großen Wagen im Straßenbild viel rarer sind und der hierzulande wenig prestigeträchtige Lexus zu den großen Wettbewerbern am Markt zählt. Selbst wenn die Zahlen tatsächlich nicht ganz so hoch sind, ist Daimler-Chrysler stolz darauf, daß die S-Klasse 2003 die Führerschaft auf dem Weltmarkt mit einem Anteil von 40 Prozent "klar verteidigen" konnte. In großen europäischen Märkten wie Großbritannien und Frankreich ist das noch so, und die Stuttgarter halten die Konkurrenz aus München und Ingolstadt gut auf Distanz; in Italien liefert sich Mercedes-Benz mit BMW ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

          In den Vereinigten Staaten, dem größten Luxusautomarkt der Welt, war BMW im letzten Jahr nur noch rund zehn Prozent hinter Mercedes, in den ersten fünf Monaten ist der Abstand weiter abgeschmolzen. Auch Audi holt dort auf: Von einem Fünftel in vergangenen Jahr robbten sich die Ingolstädter bis Mai auf ein gutes Drittel des Mercedes-Absatzes heran. Bei den Scheichs im Mittleren Osten war Mercedes-Benz 2003 noch vorn, wird aber seit Anfang des Jahres von BMW überholt.

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