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Porsche 911 Targa : Ein Schlitz ins Kleid

Halbwegs offen: Targa zwischen Coupé und Cabriolet. Bild: Hersteller

Der neue Porsche 911 Targa wird ab August auf den Markt kommen. Die Designer haben ihn in ein Kleid von anregender Anmut gesteckt, das den Vorgänger in den Schatten stellt.

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          Der Zufall will es, dass ein Freund sich just in dem Moment einen 911 Carrera zugelegt hat, da Porsche die Meldung über den neuen Targa ins Haus schickte. Der Freund sendet seither Fotos aus allen möglichen Lebenslagen, betitelt mit: das genialste Auto, das ich je hatte. Wir würden ihm entgegenhalten, dass es noch das Cabriolet für diese Tage des Sonnenscheins gibt. Und jetzt den Targa. Er mag in einer Nische kaum größer als sein Dachausschnitt fahren, das aber macht er in jüngerer Zeit wieder richtig schick. Und auch die neueste Variante bringt einige Kraft der Verführung mit. Porsche vervollständigt damit sein Trio der achten Generation 911. Der Sportwagen fährt famos, das wird mit dem zunächst ohne Fahreindruck vorgestellten Targa nicht anders sein.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Die Designer haben ihn in ein Kleid von anregender Anmut gesteckt, die den Vorgänger in den Schatten stellt. Womöglich könnte die Front mehr Präsenz vertragen, sie wirkt ein wenig fad. Doch die Taillierung zwischen den voluminösen Radhäusern macht das Heck kraft- und lustvoll. Der farblich abgesetzte Schlitz am Targa passt gut ins Bild. Sein automatisches Dachsystem gibt den Blick gen Himmel binnen 19 Sekunden frei. Porsche verweist auf den Ur-Targa von 1965, wie damals bestehe es aus breitem Bügel, beweglichem Dachteil über den Vordersitzen und umlaufender Scheibe.

          Auch die neueste Variante bringt einige Kraft der Verführung mit.

          Für Vortrieb ist der gestärkte Sechszylinder-Boxer mit drei Liter Hubraum und Biturbo zuständig. Im Targa 4 leistet er 385 PS und pulverisiert die 100-km/h-Marke nach 4,2 Sekunden. Im Targa 4S werden 450 PS entfesselt, 3,6 Sekunden lautet der Sprintwert. 289 respektive 304 km/h Höchstgeschwindigkeit stehen im Datenblatt, wir hegen keinen Zweifel, werden das aber, wie es sich gehört, auf der ersten Probefahrt überprüfen. Das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe geht flott zur Hand oder, wie Porsche hervorhebt, ein aufpreisfreier Siebengang-Schalter. Im August ist Markteinführung. Die Preisliste startet mit 128.486 Euro für den Targa 4 und 143.956 Euro für den 911 Targa 4S.

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