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Der neue Audi A8 : Die Luxusreise nach Digitalien

So fährt Oberklasse: der Audi A8 Bild: Hersteller

Viel feine Technik für die Kommunikation im Audi A8: Aber wo ist welches Menü, und wohin fährt das Internet? Eine Dienstfahrt durch verschachtelte Systeme.

          Nach der Modellpflege im vergangenen Jahr fährt der Audi A8 auch mit seiner Kommunikationstechnik in aller Pracht vor. Die Preisliste weckt Begehrlichkeiten, sie ist ein Dorado für Elektronikfans, die nachts zum Beispiel von schnurlosen Bedienhörern für ihr Bluetooth-Autotelefon träumen. 920 Euro für dieses Utensil sind eine klare Ansage. Alles aus der Ingolstädter Oberklasse kann man nicht auf die Schnelle erfahren. Wer den Bits und Bytes auf den Grund geht, begibt sich auf eine lange Reise ins Digitale, und die Wege sind zwar klar beschriftet, aber bisweilen doch unübersichtlich. Welches Menü ist wie aufzurufen – eher mit Spracherkennung oder mit dem Controller?

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die gesamte Bedienlandschaft liegt vor dem Wählhebel des Automatikgetriebes, der in seiner üppigen Breite als Yachthebel bezeichnet wird und die rechte Hand stützt. Darüber befindet sich das Tastenfeld für Audis Multimedia-Interface (MMI), und noch eine Stufe höher findet man die Einstellungen für Klimaanlage, Sitzheizung und -lüftung.

          Üppiges Fahrerinformationssystem

          Die MMI-Softkeys der Kommunikationstechnik umrunden den Controller, sie sind ein wenig klein geraten, erfordern wie die klar beschrifteten Funktionstasten rechts stets den Blick nach unten – und ein bisschen zu viel Aufmerksamkeit. Deutlich einfacher gerät der Umgang mit dem Touchpad auf der linken Seite. Das ist eine berührungsempfindliche Fläche mit Handschrifterkennung, die das Malen von Buchstaben erlaubt.

          Bei der Cockpit-Anzeige treten Drehzahlmesser und Tachometer (beide in analoger Darstellung) nach außen und zurück – zugunsten eines in Fläche und Bedeutung üppigen Fahrerinformationssystems, das als Zweitmonitor neben dem (elektrisch ausfahrbaren) Hauptdisplay fungiert. Die Inhalte werden unabhängig voneinander angezeigt. Auf dem großen Display rollt man mit dem Controller durch ein karussellförmiges Menü, derweil ist die jeweilige Bedeutung der Softkeys in den Ecken angezeigt.

          Online-Suche und Buchstaben malen

          Geht es ins Internet, und zwar mit den vernünftigen, sinnvoll nutzbaren Funktionen, springt das Touchpad ein. Mit der Online-Suche von Google für Sonderziele am Standort, Zielort oder in einem Umkreis findet man zum Beispiel Name, Adresse und Rufnummer von Personen und Unternehmen, die allesamt nicht im Kartenmaterial der Navi-Hersteller verzeichnet sind.

          Hinten sitzen, alles steuern: Mit Controller und Softkeys wird MMI bedient.

          Weil eine sprecherunabhängige Spracherkennung an solchen Herausforderungen scheitern würde, ist nun Fingerarbeit gefordert. Man malt einen Buchstaben nach dem anderen auf der Fläche, das Erkannte wird noch einmal vom System leise vorgesprochen – und die Erkennungsrate ist großartig. Dass man die Fundstellen sofort in die Routenführung übernehmen kann, ist klar, und angezeigte Telefonnummern lassen sich direkt aus der Trefferliste heraus anrufen.

          Für die Internetanbindung wurde die Telefonabteilung sinnvoll erweitert. Entweder verwendet man eine separate Sim-Karte fürs Auto, die einfach in das integrierte UMTS-Modul gesteckt wird, oder man nutzt ein Smartphone mit Sim-Access-Profil. Nach der Kopplung übernimmt dann die Mobilfunkanlage des Fahrzeugs mitsamt Außenantenne die Regie. Der übliche Bluetooth-Betrieb hat wegen der stark gedämmten Scheiben wenig Sinn, sie dämpfen das Mobilfunk-Signal. Das UMTS-Modul steht nicht nur dem Fahrer zur Verfügung, sondern kann als W-Lan-Hotspot auch die Geräte der Passagiere mitversorgen.

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