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Marktanalyse : Der Geländewagen hat die Nebenrolle

Das Kraftfahrtbundesamt unterscheidet zwischen SUV und Geländewagen, wobei die Grenzen etwas willkürlich sind. Bild: dpa

Die SUV allein wären nicht das beherrschende Marktsegment in Deutschland. Denn eigentlich müssen zu den SUV die Geländewagen addiert werden.

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          Seien wir ehrlich. Die SUV allein wären nicht das beherrschende Marktsegment in Deutschland. Sie kommen im ersten Halbjahr 2018 in Deutschland auf 326.168 Neuzulassungen und einen Anteil von 17,7 Prozent. Da ist viel, reicht aber nicht, um die Kompakt- oder Golfklasse zu gefährden, die bei 22,3 Prozent liegt. Doch eigentlich müssen zu den SUV die Geländewagen addiert werden, schließlich unterscheidet der Kunde meist auch nicht. Für den ist alles, was groß ist und hochbeinig, ein SUV. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg, der Hüter der Zahlen und Daten, unterscheidet aber schon, wobei die Grenzen etwas willkürlich sind. So gelten die BMW X1, X2 und X4 als SUV, die X3, X5 und X6 dagegen als Geländewagen.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Alle Offroader zusammen kommen auf 8,6 Prozent Marktanteil, macht also zusammen 26,3. Mehr als jedes vierte neue Auto ist somit ein SUV oder Geländewagen. Der Trend zum großen Auto dauert schon seit Jahren an, er wird auch davon getragen, dass stets noch mehr brandneue Modelle auf den Markt geworfen werden. Fast alle Hersteller setzen inzwischen auf dieses Pferd, zuletzt sind Alfa Romeo und Maserati aufgestiegen. Von Lamborghini, Bentley und Rolls-Royce gar nicht zu reden. Nur Ferrari zögert noch. Und die Modellflut ist längst nicht am Ende. Der Kunde hat die Wahl aus fast 100 SUV oder Geländewagen. Als nächster Protagonist, der gewiss gleich auch wieder in den Top Ten der SUV landen wird, steht zum Beispiel der VW T-Cross auf dem Plan. Er kommt noch in diesem Jahr.

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