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Fahrbericht Fiat Fullback : Der Mitsubiat

Artgemäße Haltung: Die Ladefläche des Fiat ist wie gemacht für das Transportieren von Holz. Bild: Fiat

Mit dem Fullback kommt ein weiterer Pick-Up von Fiat auf den Markt. Dessen permanenter Allradantrieb ist rundum gelungen und sorgt für ein leichteres Lenkgefühl. Doch kann sich der Wagen von der Konkurrenz abheben?

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          Noch ein Pickup? Fiat mischt jetzt auch in diesem Marktsegment mit. Die Doppelkabiner mit kurzer Ladefläche sehen sich zwar alle irgendwie ähnlich, das Déjà-vu beim Anblick des neuen Fullback hat aber einen besonderen Grund: Wir haben ihn schon als Mitsubishi L 200 gesehen und gefahren, damals freilich mit 6 Gängen als Handschalter.

          Lukas Weber

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wer das Fiat-Emblem schöner findet, darf sich seit Mai beim italienischen Hersteller bedienen. Von dem gibt es den Fullback mit zwei hinteren Notsitzen als Extended Cab und als Doppelkabine mit fünf bequemen Plätzen. Mit Automatik kostet jener rund 40 000 Euro. Die hat bei uns einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Die Gangwechsel gehen butterweich, und wer möchte, kann mit den an der Lenksäule angebrachten großen Paddeln munter und ohne Rucken hinauf und herunter schalten. Aber der Wandler quirlt dabei unnütz herum - mit dem Gaspedal spielen ist möglich, ohne dass sich Vortrieb einstellt.

          Vor allem aber fehlt ein sechster Gang. Deshalb ist man auf der Autobahn stets mit zu hoher Drehzahl unterwegs. Trotzdem gehört der Fiat zu den sparsamsten seiner Art. Wird er im Lastwagentempo bewegt, fließen nur etwa acht Liter Diesel auf 100 Kilometer aus dem Tank, flotter gefahren forderte er nicht viel mehr als elf Liter. Der Mitsubishi-Vierzylinder mit 2,4 Liter Hubraum und 181 PS ist also ein gelungener Wurf, auch wenn er Euro 6 noch nicht erfüllt.

          Schlichtes Design: Der Fullback in der Innenansicht

          Er arbeitet unauffällig leise und zieht gleichmäßig bis zur Höchstgeschwindigkeit von 177 km/h, der hübsche runde Tacho zeigt dann zehn zu viel an. Die Käsewürfel für Tank und Wasser im virtuellen Display zwischen ihm und dem Drehzahlmesser sind so hässlich wie im Mitsubishi. Dürftig sind die Informationen, sie müssen über einen Druckknopf neben dem Tacho abgerufen werden - wer mag während der Fahrt durchs Lenkrad greifen? Angaben über den aktuellen Verbrauch etwa haben wir aber nicht vermisst, sie stimmen ohnehin nie. Fiat hätte uns zusätzlich den nervigen Spurhalteassistenten ersparen oder ihn wenigstens auf Dauer abschaltbar machen können.

          Weil wir gerade beim Abschalten sind: Der Fiat hat einen famosen permanenten Allradantrieb mit Geländeuntersetzung. Man kann aber die Vorderräder abschalten, das Lenkgefühl wird dann einen Tick leichter, das Sicherheitsgefühl auf nasser Straße leidet. Wofür die Funktion gut ist? Die Konkurrenz möge sie mal ausprobieren und erkennen, wie antiquiert ihr Zuschalt-Allrad im Vergleich zum permanenten ist.

          Mit seinem Allrad ist der Fiat Fullback auch für das Gelände geeignet.

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