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Dacia Sandero Stepway : Gut geht auch günstig

Goldjunge: Der Sandero Stepway hört preislich da auf, wo der VW Polo gerade mal beginnt. Bild: Dacia

Der Neue in der rumänischen Riege lehrt angenehme Genügsamkeit. Nüchtern betrachtet muss ein Auto eigentlich nicht mehr können, als die dritte Generation des Stepway. Und für viele auch nicht mehr kosten.

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          Erfolg macht attraktiv. Oder war es andersrum? Eigentlich egal, erst recht für Dacia, denn mit ihrer dritten Generation des Sandero Stepway dürfte beides gelingen. 60 Prozent der Käufer haben sich schon bei den Vorgängern für die teurere Stepway-Variante entschieden, die mit mehr Bodenfreiheit, angedeutetem Unterfahrschutz und Dachreling etwas Geländelust stillt. Erfolg? Ist also da. Und für Attraktivität sorgt nun der Neue in der rumänischen Riege. Wer mit dem Stepway zufällig das erste Mal einen Dacia von innen sieht, könnte sich durchaus fragen, warum an der Marke eigentlich so ein Billigimage klebt.

          Anna-Lena Niemann
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Das viele Hartplastik ist im Innenraum nicht verschwunden, es bekommt aber Details zur Seite gestellt, die optisch aufwerten. Neben den zentralen Reglern für die Klimaautomatik in Chromanmutung gefallen vor allem die Zierleisten, die auf das warme Metallic-Orange des Testwagens abgestimmt sind, sowie ein ansprechendes Meshtextil, das den Inneraum einkleidet. Die Sitze sind bequem und haben sich bei uns als langstreckentauglich erwiesen. Das Raumangebot auf der Rückbank wirkt für einen 4,09 Meter langen Kleinwagen vergleichsweise großzügig.

          In der Basisversion werden 11.990 Euro fällig. Wer sich die volle Wunschliste in den Stepway lädt, zahlt 16.000 Euro. Da fängt der VW Polo gerade mal an. Dafür gibt es Einparkhilfen vorn und hinten, Rückfahrkamera und Totwinkelwarner. Das Handy lässt sich einbinden und findet in einer Halterung neben dem Touchdisplay des Infotainments Platz. Dessen Grafik wirkt allerdings etwas angestaubt, und dass sich die Lautstärke nur per Touch und nicht per Regler verstellen lässt, bleibt unpraktisch.

          Wer genau hinschaut, findet auch im neuen Sandero Stepway vor allem Hartplastik im Innenraum. Farbige Details und Meshtextil werten optisch aber auf. Bilderstrecke
          Dacia Sandero Stepway im Test : Gut geht auch günstig

          Fahren kann der rumänische Pragmatiker freilich auch. Unaufgeregt kurvt er über enge Bergstraßen. Das CVT-Automatikgetriebe arbeitet ordentlich, aber gemächlich. Von 0 auf 100 km/h braucht es 13,4 Sekunden. Wer den 91 PS des Dreizylinders mehr Dynamik abluchsen will, sollte nach dem Knüppel des Sechsganggetriebes greifen, das für den TCe 90 ebenfalls zur Wahl steht. Oder zur 101 PS starken, gasbetriebenen Motorisierung. Nach der Norm bringen 5,2 Liter Benzin unseren Stepway 100 Kilometer weit. Am Ende stehen tatsächlich 6,7 Liter im Notizblock. Da dürfte es gerne weniger sein. Dass weniger mehr kann, beweist der Wagen an anderer Stelle ja selbst.

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