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Propellermaschine : Comeback für die Dornier 328?

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Die Do 328 in der Turbopropvariante galt als gutes Flugzeug. Bild: mauritius images / Zoonar GmbH

Das zweimotorige Flugzeug soll wohl wieder neu gebaut werden. Der 30-Sitzer könnte künftig am Flughafen Leipzig entstehen.

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          Sie galt einst als Multitalent unter den Turboprop-Flugzeugen: Kurzstartfähig, buschpistentauglich, dazu als Ambulanz-, Überwachungs- oder Geschäftsreiseflugzeug verwendbar und durch ihre Druckkabine auch für den Flug in großen Höhen geeignet. Die Dornier Do 328 mit zwei Propellerturbinen entstand von 1991 an am bayerischen Flughafen Oberpfaffenhofen bei München. Später wurde sie sogar zur Jet-Version mit zwei Strahlantrieben weiterentwickelt.

          Ein großer Erfolg wurden beide Varianten nicht: Der Hersteller Fairchild-Dornier sowie ein Nachfolgeunternehmen verkauften bis 2005 lediglich knapp 220 Exemplare, 107 von der Turboprop und 110 als Jet. Nun soll es wohl eine Neuauflage des Flugzeugs in der Version mit Propellerturbinen geben, dem Vernehmen nach soll es am Flughafen Leipzig-Halle entstehen. An diesem Mittwoch soll während der nationalen Luftfahrtkonferenz in Leipzig darüber informiert werden, wie mehrere Branchendienste übereinstimmend berichten.

          Öffentlich bekannt wurde das Projekt durch eine Einladung des Landes Sachsen für eine nationale Luftfahrtkonferenz am 21. August. Dabei will das Bundesland zusammen mit dem Unternehmen „328 Support Services“ und dessen amerikanischer Muttergesellschaft Sierra Nevada Corporation „die Gründung eines neuen Flugzeugherstellers am Flughafen Leipzig-Halle“ bekannt geben. Die Firma „328 Support Services“ ist Halter der Musterzulassung für die Do 328, darf also diesen Flugzeugtyp bauen und Betreiber der Maschine mit Ersatzteilen beliefern.

          Die Do 328 in der Turbopropvariante galt als gutes Flugzeug, war aber in den Augen vieler Experten zur damaligen Zeit überentwickelt. Sie war zu teuer und wohl auch zu komplex für ein gerade mal 30-sitziges Regionalflugzeug, das 1991 seinen Erstflug absolvierte. Als sie Ende der 1980er Jahre von der Dornier Luftfahrt GmbH als damaliger Tochtergesellschaft des Daimler-Benz-Unternehmens DASA entwickelt wurde, war das Beste gerade gut genug. Es hätten wohl mehr als 300 Exemplare gebaut werden müssen, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Außerdem galten in den 1990er Jahren Turboprops bei Passagieren als altmodisch, Jets waren angesagt. Dabei haben Flugzeuge mit Propellerturbinen wegen ihrer geringen Start- und Landestrecken sowie wegen des deutlich geringeren Kerosinverbrauchs Vorteile auf kürzeren Distanzen gegenüber einem zwar schnelleren, aber auch teureren Jet.

          1996 wurde die Dornier Luftfahrt GmbH vom amerikanischen Hersteller Fairchild übernommen und zu Fairchild-Dornier.1997 brachte das Unternehmen auch eine zweistrahlige Variante, die Do 328-Jet, auf den Markt. Um diese möglichst preiswert entwickeln zu können, wurde auf größtmögliche Übereinstimmung mit der Turboprop-Version geachtet. Deshalb sind Länge, Höhe, Spannweite sowie Flügelfläche beider Flugzeuge identisch. Die Jet-Variante ist mit maximal 740 km/h allerdings bis zu 120 km/h schneller als ihr Schwestermodell mit Propellern. Das amerikanisch-deutsche Unternehmen Fairchild-Dornier verhob sich allerdings später an der Entwicklung der größeren Do 728 und ging im Jahr 2002 in Insolvenz.

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