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Citroën Berlingo : Praktisch ohne Van und Aber

  • -Aktualisiert am

Der 4,40 Meter langen Berlingo M ist mit einem Radstand von 2,79 Meter sozusagen die Basis. Bild: Hersteller

Erste Probefahrt mit dem Citroën Berlingo in der dritten Generation. Erstmals wird das Familien- und Freizeitfahrzeug in zwei Längen und mit zwei Radständen angeboten.

          Er ist der Urvater der kompakten Hochdachkombis modernen Zuschnitts und hat 1996 das Segment begründet, jetzt geht der Citroën Berlingo in die dritte Runde. Von September an ist der technische Bruder von Peugeot Rifter und Opel Combo zu Preisen von 19.090 Euro an erhältlich.

          Erstmals wird das 1,84 Meter hohe Familien- und Freizeitfahrzeug in zwei Längen und mit zwei Radständen angeboten: Der 4,40 Meter langen Berlingo M ist mit einem Radstand von 2,79 Meter sozusagen die Basis, gegen 1650 Euro Aufpreis kommt der Berlingo als 4,75-Meter-XL-Version und hat dann 2,98 Meter Abstand zwischen den Achsen. Beide Personenwagen-Varianten sind mit fünf Sitzen oder (für 750 Euro Aufschlag) sieben Sitzen zu haben.

          Die zwei einzelnen Stühle in der dritten Reihe sind klapp- und ausbaubar. Im XL lassen sie sich um bis zu 13 Zentimeter verschieben. Den geräumigen Innenraum und die hohe Variabilität übernimmt der mit reichlich Hartplastik im Cockpit ausgestattete Neuling vom Vorgänger, dazu kommen jetzt ein frischeres Design, höherer Komfort und zahlreiche Assistenzsysteme. Über zwei weit öffnende Schiebetüren sind, je nach Ausstattung, die drei identisch breiten Einzelsitze der zweiten Reihe bequem erreichbar. Sie können bis zu drei Kindersitze aufnehmen und lassen sich auch aus dem Kofferraum heraus nach vorn umlegen.

          Der Citroën Berlingo geht in die dritte Runde. Bilderstrecke

          In Kombination mit dem klappbaren Beifahrersitz können bis zu 2,70 Meter lange Gegenstände transportiert werden, beim XL sind es sogar maximal 3,05 Meter. Der Kofferraum hinter der breiten Heckklappe, deren Scheibe auf Wunsch separat geöffnet werden kann, fasst mit 775 Litern genau 100 Liter mehr als bisher, im XL stehen rechnerisch 1050 Liter Gepäckraumvolumen zur Verfügung.

          Die Zuladung ist mit rund 750 Kilogramm (855 Kilogramm im XL) recht ordentlich. In bis zu 28 Ablagen, darunter zwei übereinanderliegende Handschuhfächer, Klappen im Boden vor den Fondsitzen sowie Überkopf-Ablagen für Fahrer und Beifahrer, kann jede Menge Krimskrams verstaut und sicher auch mal vergessen werden. Praktisch ist das schon im Vorgänger angebotene Multifunktionsdach „Modutop“. Es ist jetzt mit dem großen Panoramadach kombiniert und bietet neben der sich über die gesamte Innenraumlänge spannenden, schmalen transparenten Ablage im Dachhimmel auch eine 60 Liter fassende geschlossene Box oberhalb des Gepäckraums, die nicht übermäßig stabil wirkt, aber bis zehn Kilogramm schwere Lasten aushalten soll. Der Clou: Das Fach ist sowohl aus dem Kofferraum als auch von den Rücksitzen aus erreichbar – der Nachwuchs wird es lieben. Erst in der Ausstattung Feel, für die mindestens 23.140 Euro investiert werden müssen, sind alle Klapp-, Verstell- und Ablagemöglichkeiten an Bord des Berlingo. Das „Modutop“ zählt erst in der höchsten Linie Shine (24.640 Euro) zur Serienausstattung und kostet für Feel 900 Euro Aufpreis.

          Dagegen sind Spurassistent, Verkehrszeichenerkennung und Notbremsassistent schon in der Basisversion an Bord. Bis zu 19 Assistenzsysteme unterstützen auf Wunsch den Fahrer, darunter Totwinkel- und Müdigkeitswarner, adaptiver Tempomat, Head-up-Display und Rückfahrkamera.

          Citroën versteht sich als Komfortmarke, entsprechend weich sind sowohl die Sitze als auch die Fahrwerksabstimmung ausgelegt. Zum Marktstart sind ein Dreizylinder-Turbobenziner mit 1,2 Liter Hubraum und 110 PS sowie ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel in zwei Leistungsstufen mit 102 und 130 PS (für 20 340 oder 26 390 Euro) erhältlich. Sämtliche Motoren erfüllen die strenge Norm „Euro 6d Temp“. Schon der kleine Benziner taugt für flottes Vorwärtskommen, souveräner und kraftvoller agiert der große Selbstzünder, den wir auf einer ersten Probefahrt in Kombination mit der 2000 Euro teuren, erstmals im Berlingo verfügbaren Achtgang-Automatik bewegten. Anfang nächsten Jahres wird die Motorenpalette um einen 130-PS-Benziner ergänzt, der ebenfalls mit der Automatik gekoppelt wird.

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