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Unterwegs in einem Campervan : Bescheidenheit ist eine Zier

Schlafen und Stauen: In den Campervans ist direkt unter dem Bett der Laderaum. Bild: Boris Schmidt

Ist ein Campervan tatsächlich groß genug für entspanntes Reisen und Wohnen unterwegs? Das kommt wie so oft auf die Ansprüche an. Erfahrungen mit dem Bürstner Campeo 600 C Black Forest.

          4 Min.

          Den Einstieg in die Welt des Caravanings stellen neben den klassischen VW-Bus-Formaten die Campervans da, umgebaute Lieferwagen, in deren Blechhülle Fenster geschnitten werden und die innen entsprechend ausgebaut sind. Sie machen zurzeit gut die Hälfte des Absatzes an Neufahrzeugen aus. Sechs Meter Außenlänge sind ein gutes, kompaktes Maß und stellen Neulinge nicht zu sehr auf die Probe, wenn es um das Beherrschen und Parken geht. Auch der beschriebene Bürstner Campeo Black Forest ist ein solcher Sechs-Meter-Van. Es gibt ihn aber auch mit einer Länge von 6,40 Meter. Ein klassisches Wohnmobil-Maß sind sieben Meter.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wir geben zu, bisher nie mit weniger als mit diesen sieben unterwegs gewesen zu sein, da genießt man den Komfort einer Heckgarage für die Fahrräder und schläft längs und nicht quer. Kleiner heißt bescheidener, und das muss zunächst nichts Schlechtes sein. Doch die Campervans haben hinten noch ihre Flügeltür aus ihrer ehemaligen Bestimmung als Lieferwagen, im Unterschied dazu sind klassische Wohnmobile hinten geschlossen. Steht die Flügeltür offen, blickt man auf die Liegefläche in halber Höhe, darunter ist Platz fürs Gepäck.

          Auf dem Bett könnten Kinder bis zu einer Größe von 1,55 Meter längs schlafen, zwei Erwachsene kommen quer gut zurecht. Größer als 1,90 Meter sollte man nicht sein. Nachteil: Ohne den anderen zu stören, ist ein nächtliches Aufstehen kaum möglich. Das Bad ist in Fahrtrichtung gleich links. „Kleiner als eine Flugzeugtoilette“, maulte die Partnerin. Aber es ist sehr funktional. Die Falttür lässt sich schließen, wenn man auf dem Örtchen sitzt, Duschen klappt besser als gedacht. Das Wasser wird schön warm, nur ist der Strahl etwas schwach. Generell gilt es, sehr organisiert zu sein, weil sonst ein Zusammenleben schnell im Chaos endet.

          Knapper Stauraum bei längeren Reisen

          Rechts neben dem Bad steht ein halbhoher, kleiner Schrank für drei bis vier Jacken. Für längere Reisen fällt der Stauraum knapp aus. Im „Schlafzimmer“ gibt es noch vier kleine Hängeschränke, zwei weitere finden sich oben an der Küche, die mit drei großen Schubladen unter dem Zweiflammenherd- und der kleinen Spüleinheit genug Stauraum für Kochutensilien und Vorräte bietet. Auch der Kühlschrank, der den Küchenblock abschließt, hat ein feines Maß (90 Liter). Die Tür öffnet in Fahrtrichtung, das mag man einerseits als Nachteil empfinden, andererseits kann man so von außen (Schiebetür rechts) nach einem Getränk greifen.

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