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BMW stellt Scooter vor : Wenn, dann gleich richtig

Produktionsstart womöglich schon 2011: Einer der Großroller dürfte sportlich, der andere auf Touring getrimmt sein Bild: BMW

Nach dem Einstieg ins Supersport-Segment setzt BMW auch im Markt der großen Roller zur Attacke an. Produktionsstart könnte schon 2011 sein, von Anfang werden zwei Versionen angeboten. Sie sollen Spaß vermitteln und Emotionen wecken.

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          Die Motorradwelt ist nicht genug: BMW strebt nach weiterem Wachstum und erschließt neue Segmente. Nach dem Einstieg ins Supersport-Segment begeben sich die Münchner nun auf das Feld der Maxi-Roller. Was sich da anbahnt, sind nicht praktische Pummelchen, sondern Fahrmaschinen, die Spaß vermitteln und Emotionen wecken sollen.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Weil sich mit einem Typ nicht alle Wünsche abdecken lassen, werden von Anfang an zwei gleich Versionen angeboten. Genaueres lassen die Münchner noch nicht heraus. Einer der beiden Großroller dürfte betont sportlich, der andere mehr auf Touring getrimmt sein. Die Abbildungen auf dieser Seite zeigen die vor wenigen Tagen auf dem Mailänder Zweiradsalon „Eicma“ enthüllte Studie „Concept C“, einen im Vergleich zum Üblichen extrem dynamisch gezeichneten Scooter. Doch soll es sich dabei noch nicht einmal um die Sport-Variante handeln.

          Konfrontationskurs zu den Stärksten

          Vermutlich vereint dieser Appetitanreger Elemente beider auf sich. Gewiss ist, dass die fertigen Produkte nicht genau so aussehen werden. Blauschwarze Reifen, nach hinten gerichtete Kameras plus Bildschirme im Cockpit statt Rückspiegel wird es so nicht geben. „Aber die Grundproportionen passen schon,“ sagt Hans Blesse, Marketing- und Vertriebsleiter von BMW Motorrad. „Es wird einiges wiederzuerkennen sein.“ Die auffällige Einarmschwinge, Bugspoiler, zum Heck ansteigende Linien werden wohl dazuzählen.

          Kein praktisches Pummelchen: Der BMW Scooter Concept C

          Am Cockpit von „Concept C“ ist zu erkennen, womit sich die BMW-Planer so alles beschäftigen. Die Armaturen erinnern in ihrer Knöpfchen-Vielfalt an die großen Tourer aus dem Motorrad-Programm. Es gibt Schalter für Sitz- und Griffheizung, ein elektrisch verstellbarer Windschild, Tempomat, Antischlupfregelung und das elektronisch einstellbare Fahrwerk ESA. Im Farbdisplay verschmelzen Tacho und Funktionen von Navigation und Musikanlage. Am linken Lenkergriff gibt es den dreh- und kippbaren „Multi-Controller“.

          Wenn, dann richtig, lautet die Maxime von BMW-Motorrad-Chef Hendrik von Kuenheim, der im Gespräch am Rande der Eicma einen Produktionsstart schon 2011 in Aussicht stellte. BMW geht auf Konfrontationskurs zu den Stärksten unter den Etablierten – Suzuki Burgman 650, Yamaha T-Max 500, Gilera GP 800. Letzterer ist mit seinem 839-Kubik-Zweizylinder momentan der Kilowatt-König (51 kW/70 PS). Bedenkt man, wie BMW mit der S 1000 RR aus dem Nichts das Segment der Supersport-Motorräder aufrollte, ist schwer vorstellbar, dass man sich hier nur irgendwo in der Mitte einzuordnen gedenkt. Gebaut wird im Werk Berlin, die Preise sollen „konkurrenzfähig“ sein. Eine Elektroversion ist für später vorgesehen.

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