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Riesen-SUV X7 : BMW setzt noch einen drauf

Der X7 sei nicht einfach ein verlängerter X5, lässt BMW wissen. Bild: Hersteller

Für alle, denen der mächtige X5 nicht groß genug ist, hat BMW jetzt den X7 im Angebot. Bald sogar mit einem neuen V8.

          Als sich BMW mit dem X5 vor mehr als 20 Jahren ins Segment der SUV wagte, war das noch eine mittlere Sensation. Heute besetzen die Münchner vom X1 an jede Ziffer aufsteigend, und von Mai an ist erst bei der 7 Schluss. Bei 84.300 Euro beginnt dann der Einstieg in die Welt der wahren Full-Size-SUV. Mit einer Länge von 5,15 Meter ist der X7 23 Zentimeter länger als der schon stattliche X5.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Dabei sei das Riesen-SUV nicht einfach ein verlängerter X5, lässt BMW wissen. Zwar sei die Plattform bis zur B-Säule gleich, aber sämtliche Karosserieteile seien verschieden, mit Ausnahme der Außenspiegelkappen. Außerdem sei die Windschutzscheibe gleich, gibt BMW zu. Nun, alle X7 haben drei Sitzreihen, Allradantrieb, eine Achtgang-Automatik und Luftfederung. Gebaut werden sie auf einem Band zusammen mit X5 und dem „Coupé“ X6 in Spartanburg, South Carolina. Das X7-Basismodell treibt ein Sechszylinder-Diesel mit drei Liter Hubraum und 265 PS an. Die Variante mit gleich großem Sechszylinder-Benziner bietet 340 PS und kostet 86.300 Euro. Das Spitzenmodell M50d holt aus den drei Litern 400 PS und verlangt nach 109.900 Euro.

          Wert legt BMW vor allem auf den Langstrecken- und somit auf den Reisekomfort. Mit auf große Fahrt können bis zu sieben Personen, allerdings ist dann der noch verbleibende Kofferraum mit 326 Liter Fassungsvermögen schmal. Aber an eine Anhängerkupplung dürfen bis zu 3,5 Tonnen Last.

          Mit einer Länge von 5,15 Meter ist der X7 23 Zentimeter länger als der schon stattliche X5. Bilderstrecke

          Als Fünfsitzer genutzt, bietet der BMW Raum für 750 Liter Gepäck, maximal passen rechnerisch gar 2120 Liter hinein. Dann darf man allerdings nicht die beiden Einzelsitze für die mittlere Reihe bestellt haben (660 Euro extra), diese lassen sich nicht umlegen, sondern nur vorschieben. Alle Sitzgelegenheiten werden elektrisch bewegt, wie auch die zweigeteilte Heckklappe und das Glasdach, das ebenfalls zum Lieferumfang gehört. Sitzen kann man überall sehr gut, sogar in der letzten Reihe ist noch passabel Platz. Allerdings muss man für den Einstieg schon gelenkig sein. Das Armaturenbrett-Layout unterscheidet sich kaum vom unlängst erneuerten X5, alles ist digital. Das Ausstattungsniveau ist generell höher als im X5. Dort kostet beispielsweise die Luftfederung Aufpreis.

          Die drei Motoren sind die gleichen wie im X5, die Verbrauchswerte sind aufgrund der höheren Masse etwas schlechter. Wobei die nach Norm 10,5 Liter für den Benziner und die 7,3 oder 8,0 Liter für die beiden Diesel gewiss nur auf dem Papier Bestand haben. Die jeweiligen Höchstgeschwindigkeiten betragen 227, 245 und 250 km/h.

          Ein 4,4-Liter-V8-Motor mit 462 PS ist nicht für Deutschland vorgesehen, sondern vor allem für Amerika gedacht, einen der Hauptmärkte. Allerdings sei eine neue V8-Maschine – der Effizienz wegen wahrscheinlich mit weniger Hubraum – für Europa in Vorbereitung, heißt es. Eine elektrifizierte Variante (Plug-in-Hybrid) sei noch nicht definitiv beschlossen. Das „Schaun mer mal“ der Verantwortlichen darf aber als starkes Indiz für einen Plug-in gewertet werden. Schließlich ist auch für den X5 eine solche Motorenkombination in Vorbereitung. Dort wird der Sechszylinder-Benzinmotor mit einer Elektromaschine kombiniert, die Systemleistung beträgt 394 PS, das maximale Drehmoment 600 Newtonmeter. Die drei Motoren für den X7 bieten 450, 620 sowie 760 Nm auf. Die höheren Werte gelten für die Diesel.

          Was Multimedia, Konnektivität und Assistenten angeht, zieht der X7 so ziemlich alle Register. Wie für den X5 gibt es auch ein Offroad-Paket, das 1900 Euro zusätzlich kostet. Dazu gehören unter anderem Verstärkungen am Unterboden, vier spezielle Fahrprogramme und eine mechanische Differentialsperre. Auf ersten Probefahrten beeindruckte der X7 mit seiner Ruhe und Souveränität. In Europa stören wird nicht nur die Größe an sich, sondern auch der Wendekreis von 13 Metern.

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