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BMW Mini mit Dieselmotor : Der gallische Löwe hat ausgebrüllt

  • -Aktualisiert am

Der neue Motor macht den schmächtigen Mini ein wenig schneller Bild: Hersteller

Der Mini erhält jetzt Dieselmotoren von BMW: Der Hubraum des Vierzylinders ist von zwei auf 1,6 Liter reduziert worden, die Maschine wird quer eingebaut. Seit 2003 mussten sich Mini-Fahrer mit einem Selbstzünder aus dem Peugeot 207 begnügen.

          BMW greift ins Regal, um seine Markentochter Mini mit einem genügsamen und leistungsfähigen Diesel auszustatten. Der Hubraum des Vierzylinders ist von zwei auf 1,6 Liter reduziert worden, die Maschine wird quer eingebaut. Damit haben Kraftstoffsparer und Freunde des hohen Drehmoments jetzt im Mini einen echten BMW-Motor. Seit 2003 mussten sich Mini-Fahrer mit einem Selbstzünder aus dem Peugeot 207 begnügen.

          Der neue Diesel ist aus Aluminium, hat mehr Durchzug, Common-Rail-Einspritzung, eine variable Turbinengeometrie im Turbolader und serienmäßig einen Partikelfilter nebst Oxydationskatalysator. Es gibt ihn in zwei Leistungsvarianten - mit 66 kW (90 PS) und 215 Newtonmeter maximalem Drehmoment sowie 82 kW (112 PS) und 270 Nm.

          Der schwächere Motor im Mini One D unterscheidet sich in Leistung und Drehmoment nicht von seinem französischen Vorgänger, wohl aber macht er den schmächtigen Mini ein wenig schneller, und er verbraucht nach EU-Norm mit 3,8 Liter auf 100 Kilometer um 0,1 Liter weniger; das entspricht einer CO2-Emission von nur 99 Gramm je Kilometer. Die gleichen Verbrauchs- und Emissionswerte (EU5) hat auch der stärkere Selbstzünder im Mini Cooper D, der zwar mit ein wenig höherer Leistung aufwartet, aber mit einem Drehmoment von 270 Nm, das zwischen 1750 und 2250/min anliegt, eine um 30 Prozent höhere Kraft entwickelt. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 197 km/h um zwei km/h höher.

          Der schwächere Motor im Mini One D unterscheidet sich in Leistung und Drehmoment nicht von seinem französischen Vorgänger

          Äußerlich gibt es Änderungen an Frontgrill und Heckschürze

          Mit dieser neuen Dieselmotorengeneration geht bei Mini eine Aufwertung aller Modelle einher. Als Option kommt das adaptive Kurvenlicht dazu. Äußerlich gibt es Änderungen an Frontgrill und Heckschürze. Das neue Navigationssystem (Aufpreis 1800 Euro) wird in die schwarze Mittelkonsole eingebaut, es hält seine Karten auf einem schnellen Flash-Speicher bereit. Das Infotainment ist ebenfalls neu und heißt "Mini connected" (Aufpreis 250 Euro), ein iPhone kann mittels Steckverbindung angeschlossen werden; die Telefonverbindung läuft weiter über Bluetooth. Auf einem im großen Mittelinstrument integrierten Bildschirm können im Handy gespeicherte Videos abgespielt oder diverse Nachrichten (RSS-Feeds) angezeigt werden.

          Voraussetzung ist ein herunterladbares Mini-App. Damit kann man im Internet suchen, Mails schicken oder beantworten. Dieser Internet-Zugang ermöglicht auch Webradio mit 25 000 Sender, so dass man im Urlaub in Südfrankreich sogar B5 Aktuell hören kann. Nur sollte man eine entsprechende Flatrate gebucht haben, damit der Radiogenuss nicht zu teuer kommt. Obwohl jetzt viele Funktionen eines Smartphone im Mini genutzt werden können, achtet die britische BMW-Tochter peinlich darauf, dass die im iPhone enthaltene Navigationsfunktion nicht dazu gehört.

          Die neuen Diesel-Minis stehen vom 18. September an beim Händler; in Deutschland kosten sie als One D 18 450 Euro, als Cooper D 21 250 Euro. Der teuerste ist der Cooper D Cabrio für 25 200 Euro.

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