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Automotive Forensik : Original und Fälschung

Am Funkspektrometer: Fabian Ebrecht (links) und Sebastian Hoffmann neben einem wertvollen Alfa Romeo GTA, dessen Echtheit sie nachweisen konnten. Ein Amerika aufgetauchtes „Doppel“ haben sie so als Fälschung entlarvt. Bild: Wonge Bergmann

Bestimmte Ferrari, Alfa oder Porsche sind Millionen wert. Betrüger werden immer raffinierter, ihre Umbauten perfekter. Zwei Frankfurter treten an, Licht ins Dunkel zu bringen.

          5 Min.

          Es geht um Millionen. Nicht immer, aber immer öfter. Seltene Klassiker des Automobilbaus haben inzwischen mehr mit den Bildern großer Maler gemein als mit den Garagenliebschaften der Freizeitschrauber. Die sind glücklich, wenn sie einen Brezelfenster-Käfer, eine DS von Citroën oder einen Porsche der Achtziger pflegen, reparieren und manchmal auch fahren dürfen. Der Vorteil in dieser relativ niedrigeren Preisklasse ist, dass Rosstäuscher schon aus Kostengründen keinen allzu großen Aufwand betreiben, um Käufer hinters Licht zu führen. Jemand mit solider Sachkunde, Lackstärkenmesser und eventuell einem Endoskop für die Hohlräume kann deshalb Schrott schnell von solider Substanz trennen.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Ganz anders sieht das im hochpreisigen, internationalen Markt der automobilen Raritäten aus. Dort, wo die Originale mit mehreren hunderttausend bis zu mehreren Millionen Euro notiert werden, sind keine Hinterhofschweißer und -lackierer am Werk, sondern kriminelle Banden und echte Meister der Blechbearbeitung. Die sind bisweilen so gut, dass auch gestandene Gutachter auf den Betrug hereinfallen. Der Grund: Die Fälscher stellen tatsächlich technisch und optisch makellose Autos auf die Räder. Es sind eben nur nicht die behaupteten Originale.

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