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„Automobil International“ wächst weiter : Erster Messeauftritt in Leipzig für Cadillac, Chevrolet und Ferrari

Im Jahr 1991 hatte alles ganz klein begonnen: 22 Marken waren vertreten, von den deutschen erschien nur BMW. 13 Jahre später kann es sich kaum ein Hersteller leisten, nicht zur "Automobil International" (Ami) nach Leipzig zu kommen.

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          Im Jahr 1991 hatte alles ganz klein begonnen: 22 Marken waren vertreten, von den deutschen erschien nur BMW. 13 Jahre später kann es sich kaum ein Hersteller leisten, nicht zur "Automobil International" (Ami) nach Leipzig zu kommen. Dieses Jahr sind erstmals die amerikanischen GM-Töchter Cadillac und Chevrolet sowie Ferrari aus Italien dabei. "Jetzt fehlen eigentlich nur noch Aston Martin, Bentley und Rolls-Royce", freut sich Projektleiter Matthias Kober bei der Vorstellung der Ami 2004.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Man habe der Messe (17. bis 25. April) ein neues Konzept gegeben, um sie für den Besucher noch attraktiver zu machen. Statt auf drei sind die Stände der Autohersteller jetzt auf vier Hallen (je 20000 Quadratmeter) verteilt, 14 Marken haben ihre Präsentationsflächen vergrößert. Es werden wie im Vorjahr rund 260000 Besucher erwartet.

          Während die Frankfurter IAA alle zwei Jahre stattfindet und vom (deutschen) Verband der Automobilindustrie veranstaltet wird, ist die jährliche Ami die sportliche Antwort des Verbands der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK), der als ideeller Träger auftritt; Veranstalter der Ami ist die Leipziger Messe GmbH. Auch in diesem Jahr sind Sonderschauen einer der Schwerpunkte, ganz handfest wird über die neuen Auto-Berufe informiert (Stichwort Mechatroniker), mehr fürs Herz ist die Sonderschau "Knutschkugeln und Asphaltblasen", bei der es um die Kleinwagen der fünfziger Jahre geht. 40 Autos werden gezeigt, die alle in privater Hand sind.

          Was die Neuheiten angeht, braucht sich Leipzig hinter der für die Branche wichtigsten Messe des Jahres, dem Genfer Automobilsalon (3. bis 14. März), nicht zu verstecken. Nahezu alles Neue, Wichtige und Außergewöhnliche, was am Lac Leman zu sehen sein wird, kommt auch nach Sachsen, zum Beispiel der Range Rover Stormer. Rund 100 Deutschland-Premieren werden erwartet. Obwohl die Ami im Kern eine "ostdeutsche" Messe ist, hat sie mit 25 Prozent Besuchern aus den alten Bundesländern eine überregionale Bedeutung, sie lockt mit dem nach wie vor sehr attraktiven neuen Messegelände vor den Toren der Stadt, das auch einen Off-Road-Parcours für jedermann möglich macht, und Probefahrten (23 Marken bieten das an) enden nicht sofort im Stau.

          Volker Lange, Präsident des VDIK, erhofft sich von Leipzig wichtige Impulse für den schleppenden Neuwagenabsatz. Trotz des schlechten Januars und eines allenfalls bescheidenen Februars erwartet er für 2004 rund 3,35 Millionen Neuzulassungen, was einer Steigerung um 3,5 Prozent im Vergleich zu 2003 gleichkäme. Die Importeure würden ihren Rekordmarktanteil von 35,5 Prozent (in den neuen Ländern 51 Prozent) aber wohl nicht halten können, die Neuauflagen von Golf und Astra drängten in den Markt. Aber 34 Prozent seien auch eine sehr schöne Quote, meint Lange. Weiter steigen werde der Dieselanteil bei den Neufahrzeugen, der habe im Januar schon bei 44,5 Prozent gelegen.

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