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Abnahmeflug im Airbus A350 : Ein Pilot würde das nie tun

Zwei Stunden lang muss der A350 über Toulouse und dem Mittelmeer zeigen, was er kann. Dann nimmt ihn die Lufthansa mit nach Hause. Bild: Appel

Bevor die Lufthansa ein neues Flugzeug in Dienst stellt, wird es penibel überprüft und in Extremsituationen gebracht. Auf Abnahmeflug im jüngsten Airbus A350.

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          Passagiere wollen bequem reisen. Vor allem aber wollen sie sicher ankommen. Gemütliche Flüge ohne Turbulenzen sind ihnen am liebsten, doch wenn das Wetter nicht mitspielt oder gar eine Notlage eintritt, ist es beruhigend zu wissen, wie viel ein Flugzeug kann. Bevor sie ein neues Modell erstmals ausliefern, führen die Hersteller Tests durch, die sich der gemeine Fluggast kaum vorstellen kann. Der Airbus A350 zum Beispiel, das modernste Flugzeug des europäischen Konzerns, wurde in seiner Entwicklungsphase in Gewitterwolken mit Blitzeinschlägen und Eis gequält, in größter Hitze und ärgster Kälte erprobt, in dünnster Luft geflogen und bei fiesesten Böen quer gelandet, absichtlich über Limits getrieben. Statt mit der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von Mach 0,89 wurden 0,96 erprobt, also knapp unter Schallgeschwindigkeit. Das Programm sei weit jenseits dessen, was ein Linienpilot je erreiche, versichern die Testcrews.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          All das hat Freiburg hinter sich und gemeistert. Das jüngste Mitglied der Lufthansa-Flotte wartet vor dem Auslieferungszentrum in Toulouse. 55 Tonnen Kraftstoff sind in den Tanks, zwei Stunden Abnahmeflug stehen bevor. Erst wenn die speziell geschulten Piloten der Lufthansa und die für die Überprüfung der Kabine mitfliegenden Mitarbeiter der Technik das Flugzeug für einwandfrei befinden, geht es in das Eigentum der Fluggesellschaft über.

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