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Audi RS 3 Sportback : Das sportliche Ende der Reihe

  • -Aktualisiert am

Audi bringt den RS 3 Sportback Ende April auf die Straßen Bild: Hersteller

Audi bringt den RS 3 Sportback Ende April auf die Straßen. 49.900 Euro kostet der allradgetriebene Leistungssportler mit 340 PS. Für jeden Auto-Enthusiasten, dem Fahrspaß und Leistung wichtig sind, ist der supersportliche Kombi eine Versuchung.

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          Der Kreis der kompakten Supersportler ist klein und exklusiv. Derzeit kommen zwei neue hinzu: BMW hat für Anfang Mai das 1er M-Coupé angekündigt. Audi bringt den RS 3 Sportback Ende April auf die Straßen. 49 900 Euro kostet der allradgetriebene Leistungssportler mit der üppigen Motorleistung von 250 kW (340 PS).

          Aus seinem Leistungspotential macht der 4,30 Meter lange Viertürer kein Hehl. Den Stoßfänger zerklüften mächtige Lufteinlässe, der aufgeladene Fünfzylinder braucht viel Luft zum Atmen. Die verbreiterten, aus mit Kohlefasern verstärktem Kunststoff geformten vorderen Kotflügel bieten Platz für Leichtmetallräder im 19-Zoll-Format, die Karosserie wurde um zwei Zentimeter tiefergelegt. Der Sportler hat den für alle RS-Modelle typischen Quattroantrieb, seine Haldex-Kupplung der vierten Generation einen Druckspeicher, der das Öl blitzschnell in die Lamellenpakete der Antriebswellen entlässt und so die flinke und feinfühlige Steuerung des Kraftflusses zu den hinteren Rädern garantiert.

          Das Interieur mit Sportsitzen ist dunkel gehalten, die schwarze Tönung des Armaturenbretts und der Verkleidungen wird nur von feinen Intarsien aus gebürstetem Aluminium aufgelockert. Das RS-Enblem ziert die Instrumente, und auf das Leistungspotential des Kraftmeiers weist die mit einem S-Symbol gekennzeichnete Taste in der Mittelkonsole hin. Wer sie betätigt, steigert das ohnehin schon kraftvolle Auspuffgeräusch zur Hymne an den Motorsport, ermöglicht aber genauso die Anpassung des ESP an sportliche Fahrweise, der elektronische Helfer lässt dann leichtes Übersteuern zu.

          Der Sportler hat den für alle RS-Modelle typischen Quattroantrieb
          Der Sportler hat den für alle RS-Modelle typischen Quattroantrieb : Bild: Hersteller

          Der Normverbrauch liegt bei 9,1 Liter für 100 Kilometer

          In 4,6 Sekunden schießt der 2,5-LiterTurbobenziner den 1575 Kilogramm schweren RS mit 450 Newtonmeter Drehmoment von 0 auf 100 km/h, bei 250 km/h wird abgeregelt. Der Normverbrauch liegt bei 9,1 Liter für 100 Kilometer, nicht gerade wenig, zumal andere Audi-Sportler, die bei etwa gleicher Leistung deutlich schwerer sind, kaum mehr verlangen.

          Dafür soll der RS 3 Sportback mit erheblicher Agilität beim Fahrverhalten glänzen. Das Sportdifferential bedient das jeweils kurvenäußere Rad mit höherem Drehmoment, der RS 3 soll so noch zügiger um die Kurven kommen. Lenkung und Bremsen wurden auf die Leistung abgestimmt. Die Bremsscheiben vorn sind auf 37, hinten auf 31 Zentimeter Durchmesser gewachsen. Die dynamische Lenkung stammt von den größeren RS-Modellen.

          Der Beiname Sportback, den Audi beim Kompaktkombi in der A3-Baureihe eingeführt hat, verwirrt heute eher, denn er dient mittlerweile auch zur Typisierung der viertürigen Coupés A5 und A7. Gleichwohl verleiht der RS 3 der A3-Baureihe, die im kommenden Jahr erneuert wird, noch einmal späten Glanz. Er hat mit einem Kofferraumvolumen von 302 bis 1032 Liter sowie seinem maßvoll variablen Innenraum ordentliche Alltagstauglichkeit. Für jeden Auto-Enthusiasten, dem Fahrspaß und Leistung wichtig sind, ist der supersportliche Kombi eine Versuchung. Zumindest, bis das gleichstarke 1er M-Coupé von BMW erscheint. Aber das ist eben ein Coupé, kein Kompaktkombi.

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