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Audi A5 Cabriolet : Ein offenes Ohr für den Diesel

Gehobene Mittelklasse: Audi A5 Cabrio Bild: Hersteller

Im Audi A5 Cabriolet ist Platz für Gepäck und Kinder. Er taugt für den Alltag. Doch passt der Motor zum Luftikus aus Ingolstadt?

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          In Zeiten, in denen der Genuss unter die Räder der Controller zu geraten droht, öffnen wir voll Wonne das Cabriolet und wünschen ihm ein langes Leben. Mercedes-Benz hat die wohl umfangreichste Palette fahrender Luftikusse, doch auch Audi bereitet diverse Freude am aufgeklappten Dach.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Wer sich nicht zu sehr einschränken möchte, auch mal Gepäck mitnehmen und zwei Kinder in die Schule bringen will, kurzum etwas Alltagstaugliches sucht, greift zur gehobenen Mittelklasse, die in Ingolstadt unter A5 firmiert. Die hat Platz für vier Personen, auch hinten sitzt es sich recht gut, und der Kofferraum nimmt allfällige Einkäufe hin. Er hat sogar eine Durchreiche, die allerdings seitlich eingeengt ist, Ski jedenfalls oder Dachlatten passen rein.

          So geeignet als Erstauto, stellt sich die Frage, ob es im offenen Auto auch ein Diesel sein darf, weshalb der Proband als 40 TDI Quattro in der Redaktion war. Wer mit den kruden Ziffern nichts anfangen kann: Es sind 190 PS am Werk, weniger sollten es in dem schweren Wagen kaum sein, dazu Allradantrieb und das S-Tronic-Automatikschaltwerk.

          Als Erstauto geeignet, aber darf es auch ein Diesel sein? Bilderstrecke

          Wie von Audi nicht anders zu erwarten, präsentiert sich das Cabriolet mit akkurater Verarbeitung, und dass es noch nicht die neueste Flut an Bildschirmen beherbergt, erfreut uns eher. Erprobte Technik ist freilich nicht frei von Tücken, der Computer meldete mehrere Male in alarmierendem Rot die Einfahrt in die Autobahn auf der falschen Seite, obgleich wir, soweit bekannt, stets richtig herum eingebogen sind. Auch die umständliche Spracheingabe für das Navigationssystem muss nicht mehr sein. Zuvorkommend ist der Gurtbringer, dessen höfliche Darreichung schnell zur lieben Gewohnheit wird.

          Das auch während langsamer Fahrt bewegliche Verdeck sitzt geschlossen satt und winterfest und ist offen aus den Augen und aus dem Sinn. Dann spielt der Audi die versammelte Eleganz seiner Linie aus. Den Klang des Maschinenraums indes muss man mögen, der nagelnde Diesel dringt vor allem nach dem kalten Start vernehmlich an die Ohren.

          Auf der Habenseite steht das souveräne Drehmoment, das angenehm zur systemimmanenten Entspannungsübung im Cabriolet passt. Und geschlossen auf Langstrecke tritt das Aggregat akustisch weit in den Hintergrund. Belohnt wird der Käufer mit geringem Verbrauch. Ohne falsche Bescheidenheit ermittelten wir 6,6 Liter Diesel im Durchschnitt, über 8,5 Liter kamen wir nie hinaus. Aber: Der vollumfänglich angenehme Testwagen erforderte, Luft holen, 73.505 Euro.

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