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Audi A3 Sportback : So oder so eine gute Wahl

Der neue, dem alten sehr ähnlich aussehenden Audi A3 Sportback Bild: Hersteller

Von seinen inneren Werten her ist der Audi A3 Sportback eine Bank im Portfolio. In der Mitte seines Daseins wurde ihm eine Frischzellenkur zuteil. Wir vermuten, dieser Designausflug wird von begrenzter Dauer sein.

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          Neulich hat sich die Verwandtschaft einen A 3 zugelegt. Jahreswagen. Sportback. Grau. Der steht jetzt neben dem frisch gelifteten Testwagen. Sportback. Grau. Welcher welcher ist, verrät nur das Kennzeichen. Einspruch, ruft Audi. Der Kühlergrill ist einen Hauch breiter. Mag sein. Die Scheinwerfer haben einen Zacken. Stimmt. Sieht nicht besser aus. Wir vermuten, dieser Designausflug wird von begrenzter Dauer sein. Den A3 freilich kann das nicht entstellen, und von seinen inneren Werten ist er ohnehin eine Bank im Portfolio. In der Mitte seines Daseins wurde ihm eine Frischzellenkur zuteil.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Gegen Aufpreis weist nun LED-Licht den Weg, es ist jeden Cent wert und noch mal besser als das serienmäßige Bi-Xenon. In den edel arrangierten Innenraum zieht das digitale Cockpit ein, das noch ohne Bildschirm vom Format eines Flachbildfernsehers auskommen muss.

          Ist der Designausflug nur von begrenzter Dauer? Bilderstrecke
          Ist der Designausflug nur von begrenzter Dauer? :

          Wir finden das eher angenehm, wissen aber, dass für die Zukunft andere Saiten aufgezogen werden. Schon jetzt informieren zwei Dutzend Ziffern über alles Wissenswerte. Täglich Freude bereitet die perfektionierte Kunst, Solidität mit Modernität zu kombinieren. Die Hände fallen auf Tasten und Knöpfe von schöner Beschaffenheit und Präzision. Die Lenkstockhebel allerdings sind, zumindest im mit Schaltpaddeln ausstaffierten Testwagen, weit entfernt, so dass der Finger Streckbewegungen zum Blinker vollziehen muss. Dass Audi es enger beherrscht, zeigt der neue Q5 mit gleicher Anordnung. Sofern man den Sportback genannten Halbkombi wählt, sind auch praktische Talente an Bord. In das Kofferabteil passen sieben Getränkekisten der neumodischen Kompaktbauweise mit jeweils sechs Flaschen Apfelsaft.

          Fahrend bleibt der A3 ganz A 3. Er kurvt gekonnt, federt nicht zu hart und lässt junge Assistenten wachen. Zum Einstieg lockt ein Dreizylinder-Benziner mit 115 PS, den wir nicht mögen. Deshalb freuten wir uns, dass Audi ein heißeres Eisen anlieferte: Den leider 34 700 Euro teuren und im Endausbau die 50.000 Euro-Grenze reißenden 2,0-Liter-Quattro mit 190 PS und Doppelkupplung. Ein feines Aggregat, das leise läuft und durchschnittlich 7,9 Liter Super trinkt. Der Diesel wäre einen Liter sparsamer, Geschmacksache. Der A3 ist mit seinem Reifegrad so oder so eine gute Wahl. Und eine, die nicht rasch alt aussieht.

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