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Alfa Giulia Quadrifoglio : Es zählen auch innere Werte

Herzkleeblatt: Giulia Q Bild: Hersteller

Mit der rassigen Alfa Giulia will man fliehen, fahren und aufbrechen. Aber doch nicht schlafen? Wozu also ein Müdigkeitsmahner? 307 km/h Höchstgeschwindigkeit halten den Fahrer wach.

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          Das Gefühl, in einem Auto zu sitzen und nicht in einem Computer, beherrschen immer weniger Hersteller. Alfa Romeo kann das, zum Pries homöopathischer Innovation freilich. Auch in den frischesten Versionen der sich eher zäh verkaufenden Giulia und Stelvio ist der Antrieb das sportive Herz, aber es wird etwas nachgerüstet im Bereich dessen, was heute Infotainment heißt.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Im Innenraum hat sich zudem Gestalterisches getan. Außen belassen es die Italiener bei Retuschen, die neu gefassten LED-Rücklichter mit dunklen Gläsern sind schon die auffälligste Neuerung.

          Innen erwarten den Alfisti ein neues Lenkrad und eine ertüchtigte Mittelkonsole, auf der sich adrette Drehsteller finden, sowie ein Einsteckfach für den Schlüssel. Der Lautstärkeregler für das Radio ist ein echter, obwohl sich Funktionen nun auch über den Touchscreen steuern lassen. Wir wünschten uns eine sich präziser anfühlende Rastung der Knöpfe, die wirkte hochwertiger. Derlei mag nebensächlich klingen in einem Alfa, in dem es um das Fahrgefühl geht, aber immerhin reden wir hier über Preise, die in der fulminanten Quadrifoglio-Version 100.000 Euro erreichen.

          Auch in den frischesten Versionen der sich eher zäh verkaufenden Giulia und Stelvio ist der Antrieb das sportive Herz. Bilderstrecke

          Das Display mit 8,8 Zoll wartet mit neuer Grafik auf, sie wirkt moderner, hat aber mit den gestochen scharfen Computerbildschirmen der Tesla-Welt nichts zu tun. Da werden einige aufatmen und auch die fisselige Rückfahrkamera gern wegstecken. Im Alfa orientiert man sich ohnehin lieber nach vorn. Dafür ist der bekannte 2,9-Liter- V6 mit Biturbolader zuständig, er leistet 510 PS und sortiert die Leistung automatisch in acht Stufen.

          Das gelingt gewohnt knackig, und weil die Stabilitätskontrolle noch Zutrauen in ihren Fahrer hat, lässt sie beim entschlossenen Start ein leichtes Wedeln des angetriebenen Hinterteils zu. Alles, was mit dem Maschinenraum zu tun hat, ist sexy. Der guten Ordnung halber: 307 km/h beträgt die Höchstgeschwindigkeit, 3,9 Sekunden dauert der Spurt auf 100 km/h. Und es gibt nun einen Müdigkeitsmahner. Den niemand braucht, denn mit der rassigen Giulia will man fliehen, fahren, aufbrechen, aber doch nicht schlafen.

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