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52. Caravan Salon in Düsseldorf : Einstimmung auf den nächsten Urlaub

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Die trauen sich was: Knaus hat eine phantasievolle Wohnwagenstudie mit Terrasse am Heck auf die Räder gestellt Bild: Schramm

Vom Zelt bis zum Expeditionsmobil ist in Düsseldorf alles versammelt, womit Caravaner unterwegs sein wollen. Sie lassen sich bei vielen Veranstaltungen richtig Appetit machen auf die große weite Welt, auf der sie sich in ihrem Gefährt immer zu Hause fühlen können.

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          Auf dem Rückweg nach Frankfurt waren in Gegenrichtung jede Menge Wohnmobile unterwegs. Es ist aber nicht etwa Ferienende, sondern Caravan Salon in Düsseldorf. Die Wohnmobilisten reisen an, um pünktlich am Samstagmorgen zur Eröffnung an Ort und Stelle zu sein. Rund 2000 Plätze sind auf dem Messegelände fest in ihrer Hand, es hat sich im Lauf der Jahre eine richtige Infrastruktur entwickelt vom Bäcker bis zum Bierzelt, und so hat der Salontermin für viele nicht nur eine informative, sondern auch eine gesellige Seite, denn sie fahren hin wie zu einem Familientreffen.

          Es gibt wieder viel zu sehen, rund 1800 Fahrzeuge von etwa 120 Marken warten auf Begutachtung durch die kundigen Caravaner. Sie haben den Herstellern bisher ein gutes Jahr beschert, der deutsche Markt ist der stabilste in Europa, was angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in vielen Ländern Europas höchst erfreulich ist. Die deutschen Hersteller dürften daher gar nicht klagen, meint Klaus Peter Bolz, Geschäftsführer von Bürstner, dem größten Anbieter von teilintegrierten Wohnmobilen. Andererseits ist Deutschland jetzt noch mehr als früher das Ziel ausländischer Produzenten, die auf ihren heimischen Märkten kaum noch Fahrzeuge absetzen können. Das sieht für die Kundschaft in Düsseldorf erst einmal nach mehr Wettbewerb und günstigen Preisen aus.

          Schmale Aufbauten für mehr Platz

          Die Schwerpunkte des Angebots sind schnell zusammengefasst: Die Kunden wollen leichte, kompakte, gut ausgestattete Fahrzeuge, sie wollen ordentlichen Schlafkomfort, oft Einzelbetten oder ein Hubbett, die Möglichkeit, ihr Urlaubsdomizil zu individualisieren, und sie wollen es zu bezahlbaren Preisen. Die Hersteller haben darauf geantwortet mit neuen Materialien, immer öfter mit holzfreien Aufbauten und mehr GFK, variablen Wohnwelten und vielen kleinen Verbesserungen und vor allem immer besserer Sicherheitsausstattung.

          Wem die zwei Meter Breite eines Transporters doch zu knapp sind, der greift zu einem der vielen schmalen Aufbauten, ob integriert oder teilintegriert. Sie sind nur etwa 20 Zentimeter breiter, bieten aber ungleich mehr Raum. Als Beispiele seien die neue c-compactline von Carthago, Viseo und Brevio von Bürstner, die Vans von Hobby oder der Exsis von Hymer genannt, dessen teilintegrierte Version debütiert. Sie stehen mit ihrem isolierten Aufbau auch für bessere Wintertauglichkeit. Und wer vor allem ein preisgünstiges Mobil sucht, wird außer bei etablierten Einsteigermarken wie Carado, Sunlight oder Sun Living bei neuen wie der Forster-Baureihe von Eura Mobil fündig. Wobei Einsteiger keinesfalls Billiglook heißt. Die günstigen Preise werden zum Beispiel durch den Verzicht auf Vielfalt möglich.

          Fiat Ducato behauptet seine Position am Markt

          Der attraktive deutsche Markt lockt sogar ausländische Wohnwagenhersteller: Premiere feiern zum Beispiel zwei englische Marken. Inos heißt die eine, sie bietet luxuriöse Fahrzeuge mit viel Komfort und Raum mit einem langen Seitenauszug und wird von rund 45000 Euro aufwärts von Importeur Armin Heun angeboten. Der hat bereits die amerikanische Kultmarke Airstream nach Deutschland geholt. Die zweite ist eine eher bodenständige aus dem Haus Swift und tritt hier als Sprite mit zwei Baureihen an. Auch die Oberklassemarke Cabby aus Schweden will hier Fuß fassen. Das ist mutig, denn gerade der Caravan-Absatz ist in Deutschland im Gegensatz zu Wohnmobilen seit Jahren rückläufig.

          Für die mobile Freizeit: Der Nugget auf Ford Transit Custom, ausgebaut von Westfalia Bilderstrecke
          Für die mobile Freizeit: Der Nugget auf Ford Transit Custom, ausgebaut von Westfalia :

          Der Fiat Ducato hat seine Position als Reisemobil-Basis Nummer eins klar behauptet, zwei von drei Mobilen laufen auf dem italienischen Transporter. Weit zurückgefallen ist Ford, weil der neue Transit viel zu lange auf sich warten ließ und erst im nächsten Jahr kommt. Andererseits hat sich etwa die französische Marke Chausson noch ein ordentliches Kontingent gesichert und wird ganze Serien mit dem Auslaufmodell zu besonders guten Konditionen anbieten (Kastenwagen-Einstiegspreis 32.990 Euro). Der neue „kleine“ Transit (4,97 Meter) mit dem Beinamen Custom, der in der Kategorie des VW Bus antritt, ist dagegen bereits als Ausbau zu sehen: Westfalia hat daraus den Nachfolger seines Erfolgsmodells Nugget gemacht, auch bei Reimo steht ein Ausbau (Basis 41.990 Euro).

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