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Michael Spehr (misp.)

LTE : Neues im Telefon

  • -Aktualisiert am

Erst jetzt rüsten alle Netzbetreiber auf Voice over LTE um. Der Kunde hat davon einiges, nämlich eine verbesserte Sprachqualität und einen deutlich schnelleren Rufaufbau.

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          Nicht jedem fällt es auf. Wer in das superschnelle LTE-Netz eingebucht ist, kann beim Telefonieren ein winziges Detail beobachten: Vor dem Gesprächsaufbau bucht sich das Handy aus LTE aus und in ein anderes Netzprotokoll, zum Beispiel HSDPA oder Edge, ein. Ist das Telefonat beendet, geht es wieder zurück. Der Grund: LTE, die Abkürzung steht für Long Term Evolution, war zunächst nur auf Datenverbindungen ausgelegt, nicht auf die Sprachtelefonie. Erst jetzt rüsten alle Netzbetreiber um und bieten auch die Telefonie an, das Stichwort heißt Voice over LTE. Der Kunde hat davon einiges, nämlich eine verbesserte Sprachqualität und einen deutlich schnelleren Rufaufbau. Auch hält der Akku des Smartphones länger durch, weil der Netzwechsel entfällt.

          Der nächste Knüller, der mit Voice over LTE einhergeht, startet im Sommer, wenn die Telekom als Erster in Deutschland WiFi Calling anbietet. Wer zu Hause oder im Büro in ein W-Lan eingebucht ist, kann darüber abgehend und ankommend telefonieren, auch wenn die Mobilfunkversorgung unzureichend ist. Kurzfassung: Fünf Balken selbst im Keller. In Gegenden mit schlechter Funkversorgung ist das ein Segen. Die Technik läuft schon in Amerika und in der Schweiz. Sie erlaubt sogar ein Umgehen der Roaminggebühren und zeigt einmal mehr, dass der Abschied von der leitungsvermittelten Telefonie ein Gewinn ist.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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