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Michael Spehr (misp.)

LTE : Kein schöner Zug

  • -Aktualisiert am

Die Bahn hat sich in der vergangenen Woche endgültig von der Idee verabschiedet, dass es in ihren Zügen schnellen Mobilfunk geben könnte.

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          Schon paradox: Auf der Autobahn erreicht man neuerdings mit dem superschnellen Mobilfunkturbo LTE eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 150 MBit/s. Ein Videofilm ist in Sekunden geladen. Nur hat der Autofahrer nichts davon, weil er fährt. In der Bahn nebenan könnte er mit Höchstgeschwindigkeit arbeiten, aber es gibt kein Mobilfunknetz. Die Bahn hat sich in der vergangenen Woche endgültig von der Idee verabschiedet, dass es in ihren Zügen schnellen Mobilfunk geben könnte.

          Im PR-Schönsprech: In den ICEs werden die kostenpflichtigen Hotspots mit W-Lan als Ersatztechnik ausgebaut. Die Hotspots sind nicht nur teuer, sondern auch ätzend langsam, unter anderem, weil sich alle Passagiere die bescheidene Bandbreite teilen müssen. Dazu kommen die Sicherheitsbedenken. Ein geschäftlich genutztes Gerät mit Unternehmensinterna wird man wohl kaum in einen öffentlichen Hotspot einbuchen. Es bleibt also alles, wie es ist: Wer flott und zuverlässig unterwegs sein will, nimmt das Auto. Und fürs LTE-Surfen auf der Überholspur am besten einen Chauffeur mit dazu.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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