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Tech-Talk : Liebe in Magenta

  • -Aktualisiert am

Magentafarbene Unterhöschen für sie und ihn, über Bluetooth-Chips gekoppelt und mit der Botschaft ans Smartphone? Im Ernst, Telekom?

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          Hat denn am Valentinstag alles so geklappt, wie es soll? Falls nicht, trifft die Deutsche Telekom jedenfalls keine Schuld. Sie hat getan, was zu tun war, um erotischer Funkstille den Garaus zu machen. Die Instrumente: magentafarbene Unterhöschen für sie und ihn, über Bluetooth-Chips gekoppelt und mit der Botschaft ans Smartphone, sich bei hinreichender Annäherung der ProtagonistInnen bitte schön stumm zu schalten und private Momente nicht zu stören.

          Im Ernst? Gute Frage, aber man konnte die „intelligente Unterwäsche“ namens „Love Magenta Connected Underwear“ tatsächlich bestellen, zum Pärchen-Setpreis von 25 Euro. Vielleicht kann man es sogar immer noch: 4500 Liebesretter wollte die Telekom bereithalten. Sofern die vernetzten Dessous – eher baumwollen funktional als übertrieben inspirierend – noch nicht vergriffen sind, könnte sich der Intim-Funk wohl auch noch in Faschingszeiten als hilfreich erweisen.

          Kleiner Exkurs noch zu den funktionellen Details: Die Partner lassen je einen Bluetooth-Chip, Fachchinesisch: „Beacon“, in einer Winzig-Tasche von Boxershorts und Slip verschwinden, um auf alles vorbereitet zu sein. Kommt es nun zu einer Annäherung bis zur kritischen Kurzdistanz von fünf Metern, schickt Chip A an Chip B die Nachricht: Hallo, hallo, ich bin auch noch da, schön wär’s, wenn dein Smartphone mal Pause hätte. Partner B ahnt, was die Stunde geschlagen hat, und aktiviert in der zuvor installierten App den Love-Mode. Sogleich schweigt das Telefon, zeigt einen romantischen Bildschirmschoner (mit viel Magenta) und aktiviert eine Playlist mit Kuschelsound. Also wenn das nicht hilft, der „digitalen Entfremdung entgegenzuwirken“, wie die Telekom es formuliert, wissen wir auch nicht weiter.

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