https://www.faz.net/-gy9-73a6o

Lenovo X1 Carbon : So muss ein Ultrabook sein

Das X1 Carbon von Lenovo im kompakten Gehäuse überzeugt mit seiner üppigen Bildschirmauflösung Bild: Hersteller

Feine Leistung in der Oberklasse: Das neue X1 Carbon von Lenovo mischt den Markt der leichten und kleinen Notebooks auf. Es ist endlich ein Ultrabook, das wir empfehlen können.

          4 Min.

          Eigentlich sollte 2012 das Jahr der Ultrabooks werden. Auf der großen Consumer Electronics Show in Las Vegas sahen wir einen Flachrechner neben dem nächsten, „das wird ein großes Ding“, versprach Intel dem staunenden Publikum. Viel hat sich bislang nicht getan. Bei den meisten Neuerscheinungen hapert es an den Details. Mal sind die Kandidaten nicht „sexy“, mal stimmt die Verarbeitungsqualität nicht, dann ist die Akkulaufzeit zu kurz, der Lüfter zu laut oder die Bildschirmauflösung von 1366 × 768 Pixel auf einer Diagonale von 13 oder 14 Zoll (33 bis 35 Zentimeter) nicht mehr zeitgemäß.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Doch jetzt haben wir ein Ultrabook entdeckt, das wir empfehlen können. Das neue Thinkpad X1 Carbon von Lenovo ist eines der kleinsten und leichtesten Modelle mit nicht-spiegelndem 14-Zoll-Display und einer üppigen Auflösung von 1600 × 900 Pixel für anspruchsvolle Büroarbeiten in mehreren Fenstern. Hier stimmt jetzt fast alles.

          Display ohne lästige Spiegelungen

          Beginnen wir beim Gehäuse: Es besteht teils aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (vulgo Carbon), teils aus Magnesium, es ist also kein Unibody-Gehäuse, wirkt aber robust und verwindungssteif. Die matte Einfassung lässt die Oberfläche edel erscheinen, ein kleiner Minuspunkt ist der fehlende Schutz des Bildschirms durch Gorilla Glas, das bei früheren X1-Modellen zum Einsatz kam.

          Das X1 Carbon wiegt nur 1,3 Kilogramm und misst nur 1,9 × 33 × 22,6 Zentimeter, ist also etwas größer als ein DIN-A4-Blatt und damit einfach im Reisegepäck zu verstauen. Die Tastatur mit dem typischen roten Lenovo-Trackpoint (Mausersatz) wird ergänzt um ein großzügig dimensioniertes Touchpad, das nun 10 × 6,3 Zentimeter misst. Scrollen und Multitouch-Gesten gelingen ordentlich, man hat ferner die Wahl, ob man lieber auf dem Touchpad klickt oder die drei Maustasten darüber nimmt.

          Bei Präsentationen ein Vorteil: Die Anzeige lässt sich um 180 Grad in die Horizontale bewegen

          Tastatur und Gehäuselayer sind nun miteinander verschmolzen, die Pfeiltasten unten rechts im Vergleich mit dem Vorgängermodell größer geworden. Die Tastatur mit präzisem satten Anschlag ist für den Schnellschreiber eine Wucht. Sie lässt sich zudem in zwei Stufen hintergrundbeleuchten, was die „zweite Schicht“ am Abend auf dem Sofa ungemein erleichtert.

          Das Display erreicht mit rund 300 cd/m2 nicht ganz die Helligkeit des Vorgängermodells X1 und gefällt vor allem mit seiner matten Oberfläche ohne lästige Spiegelungen. Das Kontrastverhältnis von 700:1 und die gegenüber dem X1 erweiterte Farbskala sind überzeugend. Die Anzeige lässt sich im Unterschied zu vielen anderen Ultrabooks komplett um 180 Grad in die Horizontale bewegen, was bei Präsentationen ein Vorteil sein kann.

          Zuverlässiger Fingerabdruckscanner

          Geht es um Anschlüsse und Peripherie, ist das X1 Carbon wie jedes andere Ultrabook eher bescheiden ausgestattet. Die USB-Schnittstelle links lässt sich zum Laden von Smartphones nutzen, selbst wenn sich der PC im Energiesparmodus befindet, und ein zweiter USB-Port rechts unterstützt das flinke Protokoll 3.0. Auf dieser Seite findet man ferner ein SD-Kartenlaufwerk sowie einen Mini-Displayport zum Anschluss eines externen Monitors mit einer Auflösung von maximal 2560 × 1600 Pixel. An der Oberseite befindet sich nur ein einziger Anschluss, nämlich für die Sim-Karte der Mobilfunkeinheit, die in unserem Modell nicht eingebaut war.

          Weitere Themen

          Und auch noch ein Klapp-Handy

          Neue Produkte von Samsung : Und auch noch ein Klapp-Handy

          Alles neu bei Samsung: Die Koreaner haben auf ihrem virtuellen Unpacked-Event mobile Geräte aus fünf Produktgattungen vorgestellt. Das können die neuen Smartphones mit Stift oder Falte, Tablets, Smart Watches und In-Ear.

          Eine schlaue Nuss

          Datamate Buddy : Eine schlaue Nuss

          Das Mainzer Unternehmen Datamate fertigt noble und leise Rechner mit Nussholz-Gehäuse. Was technische Ausstattung und Konfiguration betrifft, soll man aus dem Vollen schöpfen können.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.