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Lenovo X1 Carbon : So muss ein Ultrabook sein

Das X1 Carbon wiegt nur 1,3 Kilogramm und misst nur 1,9 × 33 × 22,6 Zentimeter

Wer das X1 geschäftlich einsetzen möchte, vermisst also neben HDMI und einem Ethernet-Anschluss auch die Option für eine Docking-Station. Zwei kleine Leuchtdioden auf dem Displaydeckel informieren über den Akkustand und den Schlafmodus des Notebook, und rechts neben dem Touchpad ist sehr dezent der biometrische Fingerabdruckscanner eingelassen, der im Testbetrieb ordentlich und zuverlässig funktionierte. Für den Netzanschluss hat Lenovo übrigens einen neuen Stecker entworfen, der an einen USB-Adapter erinnert.

Das Thinkpad X1 Carbon ist in vier Varianten mit Core-i5- und Core-i7-Prozessoren der aktuellen Ivy-Bridge-Architektur erhältlich. In der kleinsten Ausbaustufe bekommt man den i5 3317U mit 1,7 bis 2,6 Gigahertz, das Topgerät hat den i7 3667U, der mit 2 bis 3,1 Gigahertz ein ordentliches Tempo vorlegt. Die übrige Ausstattung ist stets identisch: 4 oder 8 Gigabyte Arbeitsspeicher (gelötet), ein 128-Gigabyte-SSD-Laufwerk (gegen Aufpreis auch 256 Gigabyte), Mobilfunk, W-Lan, Bluetooth 4, Dolby Sound-System, eine Webcam und Windows 7 in der 64-Bit-Version. Stets kommt die Chipsatzgrafik HD 4000 von Intel zum Einsatz, so dass man weniger anspruchsvolle Spiele ausführen kann.

Üppige Bildschirmauflösung, kompakte Maße

Der Akku mit einer Leistung von 45 Wattstunden ist fest eingebaut, also vom Anwender nicht zu wechseln. Lenovo gibt Laufzeiten bis 6,5 Stunden an, und wie mit anderen Modellen des chinesischen Herstellers füllt die Schnellladetechnik in nur 35 Minuten den Kraftspender auf 80 Prozent seiner Kapazität. Wir kamen typischerweise auf eine Laufzeit von vier bis fünf Stunden, das ist kein Weltrekord, aber ein ordentlicher Wert. Das Lenovo ist eines der leisesten Notebooks, die wir je erprobt haben. Arbeitet man allein mit Text, Tabellen und Internet, springt der Lüfter nie an. Bei rechenintensiven Anwendungen bleibt sein Säuseln so dezent im Hintergrund, dass es selbst in absolut ruhiger Umgebung kaum stört.

Was man bei einem Business-Gerät nicht erwartet, ist Crapware, also vorab aufgespielte Demo-Software, die mit nervigen Hinweisen zum Kauf der Vollversion auffordert. Lenovo bekleckert sich hier nicht mit Ruhm, und man ist doch länger als eine Stunde mit dem Löschen dieser überflüssigen Dreingaben beschäftigt. Die hauseigene Lenovo-Software bietet manches Extra, einige Anwendungen benötigen leider Adobes „Air“, das man ja nicht unbedingt auf seinem Rechner haben will.

Ziemlich sinnfrei ist eine neue „Simple Tap“-Oberfläche, die sich auf Tastendruck in der Form einzelner Kacheln aufbaut. Sie erinnert ein wenig an den Metro-Stil von Windows 8 oder das „Launchpad“ von Mac OS X Lion und Mountain Lion und soll den Schnellzugriff auf Programme und Funktionen erleichtern.

Das X1 Carbon ist auf der Lenovo-Produktseite mit Preisen von 1900 bis 2200 Euro gelistet. Zum Marktstart gibt es jedoch Web-Preise für den Online-Kauf, die darunterliegen. In der kleinsten Variante ist es schon von 1400 Euro an zu haben. Dieser Preis ist, gemessen an Verarbeitungsqualität und Ausstattung, attraktiv. Was uns besonders gefallen hat, ist die Verbindung aus üppiger Bildschirmauflösung mit geringem Gewicht und kompakten Maßen.

Man nimmt dieses kleine und leichte Notebook gern mit - und erhält trotzdem eine vollwertige Arbeitsmaschine mit viel Übersicht auf dem Monitor. Also gibt es eine klare Kaufempfehlung. Wer nach Alternativen sucht, mag einen Blick auf das Samsung Serie 9 900 X3B werfen, das hinsichtlich Bauform, Maßen und Displaygröße der schärfste Rivale ist.

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