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Michael Spehr (misp.)

Tech-Talk : Leasing mit Leiden

  • -Aktualisiert am

Leasing-Rückgaben sind immer ein heikles Thema. Vergessene Termine und unfreundliche Autohändler sind noch zu ertragen. Eine unberechtigte Nachzahlung allerdings nicht.

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          Nach dreijähriger Freude am Fahren endete der Leasingvertrag des BMW am 1. Oktober, einem Sonntag. Die Frage, ob man das Fahrzeug am folgenden Montagmorgen in der Frühe abgeben könne, wurde vom Händler in Kronberg barsch verneint. Und nicht nur das, es musste früher zurück, nämlich schon am Samstag, 30. September. So organisiert der BMW-Fahrer nur für diesen einen Termin einen Mietwagen und rückt pünktlich und zu zweit im Autohaus an.

          Leasing-Rückgaben sind immer ein heikles Thema. Dass sich an diesem Tag im Autohaus niemand an den telefonisch vereinbarten Termin erinnern konnte, geschenkt. Dass man während der langen Wartezeit den Verkäufern mit Hipster-Bart beim Kaffeetrinken zusehen durfte, geschenkt. Dass man wartenden Kunden zumindest ein Glas Wasser anbietet, das hätte man früher als höflich erachtet, geschenkt.

          Über all das hätte der Autor nicht eine einzige Zeile verloren, wenn es da nicht die Abschlussrechnung von BMW gäbe: Demnach soll der Kunde für zwei weitere Leasing-Tage zahlen, nämlich den 1. und 2. Oktober, als das Fahrzeug bereits auf dem Hof des Händlers stand. Begründung: Es zähle die Datierung des Rücknahmeprotokolls, das auf den 2. Oktober läuft. Mehrfach vorgetragener Widerspruch ist zwecklos.

          Es geht um 15,60 Euro. Und dann setzt der BMW-Händler seiner Unverschämtheit und Arroganz noch einmal ein Krönchen auf, als der Kunde protestiert: Wenn man endlich erkenne, dass der Service von BMW mehr wert sei als besagte 15,60 Euro, dann hätte sich das Autohaus bereits zwei Termine für die Bestellung eines BMW-Neufahrzeugs vorgemerkt.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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