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Autonomes Fahren : Steuerfrei

  • -Aktualisiert am

Was benötigt die Automobilindustrie künftig für das autonome Fahren, von dem sich so viele eine erstrebenswerte Zukunft versprechen?

          1 Min.

          Was benötigt die Automobilindustrie künftig für das autonome Fahren, von dem sich so viele eine erstrebenswerte Zukunft versprechen? Digitale Landkarten, darin sind sich die Hersteller einig, sonst hätten sie nicht in einer gemeinsamen Anstrengung den Kartendienst Nokia Here übernommen. Mit leistungsfähigen Kameras scheint die Sache weniger eindeutig zu liegen, schließlich sind nicht etwa Audi, BMW oder Daimler bei der neuesten spektakulären Übernahme in der Branche zum Zuge gekommen.

          Stattdessen hat der Chiphersteller Intel das noch junge israelische Kameraunternehmen Mobileye für 15 Milliarden Dollar übernommen. Ob die Autoindustrie das Geschäft verschlafen hat oder ob Konkurrenzprodukte von Bosch oder Continental vor der Marktreife stehen, weiß niemand so genau. Allein, es zeigt sich, dass der Markt in Bewegung ist und sich Kräfte verschieben. Will der Standort Europa technisch führend bleiben, ist vermutlich erhöhte Wachsamkeit gefordert. Was die Autohersteller indes im Gegensatz zu dem, was Telekommunikationskonzerne verbreiten, nach eigener Aussage nicht unbedingt brauchen, ist ein 5G-Mobilfunknetz. Es werden auch keine Chips in die Bordsteine verbaut werden müssen. Ein mit einer zentimetergenauen digitalen Landkarte vor der Abfahrt per W-Lan aufgeladenes Auto wird autonom ohne jede Funkverbindung fahren können. Allein die Orientierung mit Kameras, Lasern und Ultraschallsensoren soll es dem Auto-Auto ermöglichen, sich so zu bewegen wie heute ein steuernder Mensch, nur eben ohne Pedale und Lenkrad. Freilich, schöner wäre es mit sicherer Mobilfunkanbindung schon, denn dann können die untereinander sendenden Fahrzeuge sich enger staffeln und weise „um die Ecke schauen“.

          Wo und wann startet die neue Welt? Geht es nach Visionären – manche sagen Phantasten – wie VW-Digitalchef Johann Jungwirth, ist es schon 2021 so weit. In China oder Singapur.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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