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In die Zukunft geschaut : Autofahren 2071

  • -Aktualisiert am

Wovon träumen Autofahrer? Von leeren Autobahnen, niedrigen Spritpreisen und ganz viel PS unter der Haube? Oder vom autonomen Fahren, kurzen Ladezeiten und dem Carsharing-Smart an jeder Ecke?

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          Wovon träumen Autofahrer? Von leeren Autobahnen, niedrigen Spritpreisen und ganz viel PS unter der Haube? Oder vom autonomen Fahren, kurzen Ladezeiten und dem Carsharing-Smart an jeder Ecke? Auch die Welt der vier Räder beginnt sich zu teilen. Während die einen alles so haben wollen wie immer, nur möglichst besser, bequemer, günstiger und stärker, denken die anderen schon mehr an die Zukunft oder das, was sie als solche ansehen. Gewiss, Öl ist endlich, aber immer wieder wird das Jahr, in dem die letzte Ölquelle versiegt ist, noch weiter nach hinten geschoben. Mindestens 50 Jahre reiche es noch, verkünden die Experten, sagen wir also bis 2071. Da bleibt nun eigentlich genug Zeit, über Alternativen nachzudenken.

          Überhasten muss man nichts, sofern man die Feinstaub-Problematik in den Innenstädten außer Acht lässt. Das Elektroauto dürfte bis dahin in Deutschland tatsächlich die Million erreicht haben, und Deutschland hat Abermilliarden Euro (oder dann doch wieder D-Mark?) Dank der Autobahngebühren eingenommen. Die autonomen Autos, die zunächst von der Maut befreit waren, um ihre Absatzzahlen zu erhöhen, zahlen längst fleißig mit ein. Selbst fahren ist verboten, Motorräder auch. Der Güterverkehr wird ebenfalls autonom abgewickelt, alle Fernstraßen sind elektrifiziert, Akkus werden eigentlich nur noch gebraucht, um die wenigen Strecken ohne Stromabnehmer absolvieren zu können. Die nicht mehr benötigten Tankstellen für Benzin und, ja, auch für das Zwischenspiel Wasserstoff, sind vor allem in den Stadtlagen begehrte Grundstücke.

          Tankstellen gibt es nur noch an den ehemaligen Rennstrecken in der Eifel, der Lausitz oder in Hockenheim. Dorthin lassen die wenigen Ewiggestrigen, die gar nicht vom Benzinduft lassen können, ihre vermeintlichen Schätze per Anhänger bringen und setzen sich dann zu horrenden Gebühren und bei einem Literpreis von hochgerechnet 11,50 Euro hinters Lenkrad. Irgendwie schön, dass wir erst 2017 haben - oder?

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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