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Sonos Subwoofer : Wundersame Tiefenwirkung

  • -Aktualisiert am

Für einen Bassisten beinahe zierlich: Sonos Sub Bild: Hersteller

Der Subwoofer bietet sich als Tiefbass-Ergänzung für verschiedene Lautsprecher des Sonos-Systems an. Gemessen an seiner fundamentalen Aufgabe, geriet der Sub eher zierlich - im Preis nicht: 699 Euro.

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          Sonos, der amerikanische Spezialist für drahtlose Musiksysteme, meldet Zuwachs in seiner Hardware-Familie: Der jüngste Mitspieler trägt den Namen Sub, was für nichts anders steht als Subwoofer. Es geht also um einen Mono-Basslautsprecher mit eingebautem Verstärker, der die übrigen Schallwandler einer Sonos-Anlage mit Tiefenwirkung unterstützen soll.

          Zur Erinnerung für Sonos-Neulinge: Wer seine Musiksammlung in Archiven wie iTunes oder auf Netzwerkfestplatten hortet, findet im Sonos-Sortiment elegante Lösungen für die Wiedergabe, die auch gleich mehrere Räume ohne Kabelverbindung beschallen können. Eine App auf dem iPhone, dem iPad oder einem Android-Gerät zeigt alles, was Rechner und Festplatten im Heimnetzwerk an tönenden Schätzen zu bieten haben, unter einer übersichtlichen Bedienoberfläche an und steuert die Wiedergabe. Als Hardware-Komponenten kommen Bausteine in Frage, die entweder mit einer schon vorhanden HiFi-Anlage Kontakt aufnehmen (etwa das Modell Connect), solche, die dank eingebauter Verstärker-Elektronik passive Lautsprecher ansteuern (Connect:Amp), oder aber komplette Aktiv-Lautsprecher wie die Modelle Play:3 und Play:5, die autark musizieren.

          15 Zentimeter schmal, 40 Zentimeter tief, ebenso hoch

          Der Sub bietet sich vor allem als Tiefbass-Ergänzung für die Lautsprecher Play:3 und Play:5 an; er funktioniert aber auch im Zusammenspiel mit Boxen, die vom Connect:Amp oder von ähnlichen älteren Gerätemodellen, ZonePlayer 120 und ZonePlayer 100 genannt, angesteuert werden. Gemessen an seiner fundamentalen Aufgabe, geriet der Sonos Sub eher zierlich: 15 Zentimeter schmal, 40 Zentimeter tief, ebenso hoch - so lässt sich der glänzend schwarz lackierte Quader selbst in kleinen Räumen mühelos und unauffällig unterbringen. An keiner seiner Außenwände zeigt der Sub eine Membran; die beiden Chassis sitzen an den gegenüberliegenden Innenwänden eines Gehäusetunnels, in den auch ein Bassreflexkanal mündet. Die Anordnung der Chassis nennt Sonos „Force-Cancelling“; das bedeutet: Die Membranen arbeiten gleichphasig, schwingen also stets synchron nach innen und nach außen. So kann die bewegte Masse das Gehäuse nicht in Vibrationen versetzen; die resultierenden Kräfte heben einander auf.

          Die Installation des Sub erfordert kaum nennenswerte Aktivitäten: Einfach das Netzkabel anstöpseln und mit dem einzigen vorhandenen Bedienelement, einer kleinen Taste an einer der Schmalseiten, am schon vorhandenen Sonos-System anmelden - fertig. Nach einer oder höchstes zwei Minuten hat die Anlage ihren neuen Mitspieler erkannt, weist ihm und den Lautsprechern automatisch passende Übergangsfrequenzen zu, und der Tiefton-Spaß beginnt.

          Wir haben den Sub mit einem Paar der Play:3-Lautsprecher ausprobiert und fanden die Resultate überzeugend. Der Mono-Bassist fügt seine Arbeit nahtlos ins Klanggeschehen ein, ohne sich vorwitzig in den Vordergrund zu spielen, bereichert die Wiedergabe aber um ein sauberes, trockenes Tieftonfundament, das auch den unteren Grundtonbereich erheblich verbessert: Von den tiefsten Frequenzen entlastet, können die Play:3-Lautsprecher locker und unangestrengt aufspielen - ein deutlicher Gewinn an Klangqualität. Am besten tönt der Sub, wenn er zwischen den beiden Stereo-Lautsprechern Position bezieht. Sonos sagt ihm zwar nach, dass er notfalls sogar flachgelegt unter einem Bett mitmischen kann, aber davon halten wir nicht so viel, denn er spielt bis in Frequenzregionen, die seinen Standort durchaus identifizierbar machen.

          Der Sonos Sub kostet in der Hochglanz-Version 699 Euro. Das ist viel Geld, aber die Investition lohnt sich: Einfacher lässt sich eine Klangverbesserung im Sonos-System nicht erzielen. Vom Oktober an wird es auch eine um 100 Euro günstigere Version in Mattschwarz geben.

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