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Bowers & Wilkins P3 : Filigranes Modell mit Saft und Kraft

  • -Aktualisiert am

Klein und fein: Volles Klangbild Bild: Hersteller

Der jüngste Kopfhörer-Spross von Bowers & Wilkins, P3 genannt, ist ganz auf den Einsatz mit Apples Mobilgeräten zugeschnitten. Wer angesichts der zarten Gestalt dünne Töne erwartet, liegt falsch.

          Kopfhörer erleben derzeit eine Konjunktur, dass sich der Marktbeobachter die Augen reibt und König Kunde Gefahr läuft, den Überblick zu verlieren. Wie eng das Phänomen mit dem Boom von iPod, iPhone und iPad zusammenhängt, zeigt schon die Tatsache, dass selbst gestandene HiFi-Modelle heute fast durchweg auf elektrische Kompatibilität zu den Mobilplayern getrimmt werden. Und so ist es alles andere als eine Überraschung, dass auch der jüngste Kopfhörer-Spross von Bowers & Wilkins, P3 genannt, ganz auf den Einsatz mit Apples Mobilgeräten zugeschnitten ist. Zwar handelt es sich nicht um einen Ohrstöpsel, sondern, nach guter alter HiFi-Sitte, um ein Modell mit ohraufliegenden Hörkapseln. Soll der P3, den es in einer weißen und einer schwarzen Version gibt, in der Reisetasche verschwinden, so lässt er sich zusammenfalten und in einer mitgelieferten Kunststoffschatulle verstauen.

          Zwei Anschlusskabel stehen zur Wahl. Die ab Werk mit dem Hörer verbundene Version trägt eine winzige Fernbedienung, die an Apple-Geräten die Lautstärke verändern, die Wiedergabe unterbrechen, den Sprung zum nächsten Stück veranlassen oder, wenn ein iPhone im Spiel ist, ein Telefonat annehmen kann. Für alle anderen Wiedergabegeräte empfiehlt sich die andere, einfachere Kabelverbindung. Zum Wechsel zieht man die mit einem Magneten befestigen Ohrpolster ab. Darunter liegen passende Steckanschlüsse.

          Der Klang des filigranen Modells überrascht ein bisschen: Wer angesichts der zarten Gestalt eher schüchterne, vielleicht gar dünne Töne erwartet hätte, muss schon nach den ersten Noten umdenken, denn der P3 tönt ausgesprochen satt, also mit ordentlichen Bässen und einer kräftigen, erdigen Grundtonwiedergabe, die Stimmen und Instrumenten grundsolide Substanz, Saft und Kraft verleiht. Dennoch wirkt das Klangbild alles andere als dumpf. Nicht üppig, aber angemessen dosierte Höhen sorgen für den nötigen Glanz und für die exakte Abbildung akustischer Details. Dass der feine englische Hörer sich selbst am iPod zu hohen Lautstärken aufschwingt, versteht sich fast von selbst. Den Preis von knapp 200 Euro finden wir angesichts solcher Qualitäten absolut angemessen.

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