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Weiße Ware auf der IFA : „Hausgeräte sind sexy geworden“

  • -Aktualisiert am

Hybridstaubsauger von Miele mit Doppelherz Bild: Hersteller

Die Hersteller der Home Appliances, zu deutsch Hausgeräte, stehen auf der IFA mit einem Selbstbewusstsein, als gehörten sie schon immer dazu. Die großen Themen sind Energieeffizienz, leichte Bedienung und immer stärker das Design.

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          Dass die Messeleitung der IFA als Erfolg verkünden konnte, die verkaufte Fläche sei kaum geringer als im Vorjahr, hat sie der neuen Abteilung Home Appliances zu verdanken. Die Hersteller von Haushaltsgeräten haben nämlich nach ihrem spektakulären ersten Auftritt zur IFA 2008 in diesem Jahr gleich 3000 Quadratmeter mehr geordert. Es sind noch immer nicht alle Anbieter in Berlin präsent, aber deutlich mehr als im Vorjahr, und es sind nicht nur die großen, sondern auch viele kleine Unternehmen, die diese Messe als Schaubühne nutzen. Denn zu zeigen gibt es genug.

          Die großen Themen nicht nur bei großen Geräten sind Energieeffizienz, leichte Bedienung und immer stärker das Design. Roland Hagenbucher, Geschäftsführer von Siemens Hausgeräte, bringt diesen Aspekt auf den Punkt: „Hausgeräte sind sexy geworden.“ Aber darüber hinaus vor allem sparsam, nicht nur mit Energie, sondern auch mit Wasser. Damit die Verbraucher künftig die Energie-Effizienzklassen besser vergleichen können, werden neue Standards eingeführt. Denn wer weiß schon, dass ein Kühlschrank mit Klasse A Schnee von gestern ist, denn es gibt mittlerweile A++, was gegenüber A 45 Prozent weniger Energie bedeutet. Das gilt aber nicht für andere Großgeräte. Künftig dürfen daher die Hersteller ihre Entwicklungsfortschritte bei jeder Art Gerät folgendermaßen vermarkten: Standard A ist definiert, wer 20 Prozent besser ist, darf sein Gerät mit A minus 20 anpreisen, bei 40 Prozent weniger Verbrauch mit A-40 und so weiter.

          Verschiedene Klimazonen in Kühlschränken

          Spitzenkühlgeräte schaffen derzeit A-60, und Liebherr ist einer der ersten, der hier auftrumpft: Er hat drei neue Gefrierschränke und zwei neue Gefriertruhen (jawohl, die gibt es auch noch!) mit A-60 zur Messe geschickt. Der Hersteller hat zudem eine Besonderheit im Programm: einen Lagerschrank mit 234 Liter Nutzinhalt, der auf null Grad läuft, bei Liebherr Biofresh genannt und ausgestattet mit Energiesparplatten, mit denen man leere Schubladen gegen die belegten thermisch abdichten kann: Das spart Strom. Aber erst einmal muss man ordentlich Geld ausgeben: 1049 Euro. Verschiedene Klimazonen in Kühlschränken bieten mittlerweile alle großen Hersteller, Bosch etwa in seiner brandneuen Serie Cool Professional, die zudem ihr Volumen steigern konnte, weil die gesamte Technik in den Sockel verbannt wurde. Ähnliches hat auch Bosch, und man fragt sich, warum die Ingenieure nicht schon früher auf diese geniale Idee gekommen sind. Die Inneneinrichtung wird immer variabler, es wird getrocknet und befeuchtet, mit easy lift kann man selbst beladene Böden mit einem Handgriff heben oder senken, um den Raum optimal auszunutzen, die Side-by-side-Türme vermehren sich, und einzeln stehende Kühl-Gefrier-Boliden gehen in die Breite: 70 Zentimeter sind derzeit in Mode.

          Active Water von Bosch spült sparsam

          Spülmaschinen nähern sich dem Trockengang: Nur noch sieben Liter braucht die modulare Bosch Active Water, sie ist in 60 und 45 Zentimeter Höhe zu haben, so dass sie etwa mit dem Kaffeevollautomaten und dem Dampfgarer auf einer Höhe eingebaut werden kann. Das könnte auch einen Trend zum Zweitspüler auslösen, was die Industrie gern sähe. Viele Geräte können stromsparend lange laufen oder schnell bei höherem Energieeinsatz. Mit einem Warmwasseranschluss geht das noch günstiger.

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