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Weiße Ware auf der IFA : „Hausgeräte sind sexy geworden“

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Mittlerweile haben die Hersteller bei der Bedienung der Herde und Kochfelder wieder etwas zurückgerudert: Statt endlos lange zu klicken und zu tippen, kommt der gute alte Knebel wieder zu seinem – guten – Recht, auch wenn sich mancher Designer dafür genieren mag. Aber die Kunden sind es leid, mit zehn Handgriffen etwas zu tun, was mit zweien machbar ist. Siemens hat jetzt den Knebel fürs 21. Jahrhundert: Disc control heißen die glatten, magnetischen Scheiben entweder vorn oder oben an Induktions- oder Glaskeramit-Kochfeldern, die man leicht mit dem Finger berührt und bis zur gewünschten Einstellung führt. Sind Kleinkinder in der Nähe oder will man sie reinigen, nimmt man sie einfach heraus, beim Wiedereinsetzen erkennen sie selbsttätig ihre vorige Einstellung. Brat- und Kochsensoren sorgen dafür, dass auf den Kochstellen nichts überkocht.

Waschmaschinen haben ein immer größeres Volumen, ohne freilich in den Außenmaßen zu wachsen. Bis zu 12 Kilogramm passen in die Jumbos, was weniger auf die vielen Single-Haushalte zielt als vielmehr auf die Möglichkeit, voluminöse Gegenstände selber zu waschen. Denn die Maschinen erkennen die Beladung und stellen ihren Wasserverbrauch darauf ein. Auffrischen statt waschen genügt oft, dafür gibt es etwa bei AEG ein Kaltwasserprogramm, das 80 Prozent Energie spart. Allergiker haben andere Prioritäten und werden bedient mit einem Programm, bei dem das Wasser 20 Minuten lang 60 Grad heiß gehalten wird und vier statt drei Spülgänge die letzten Waschmittelreste entfernen. Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnik, die rund die Hälfte weniger Energie als Kondenstrockner brauchen, sind auf dem Vormarsch, etwa die Ecologixx von Bosch.

Miele zeigt den ersten Hybrid-Staubsauger

Die beiden meistverkauften Hausgeräte sind nach wie vor Staubsauger und Kaffeevollautomaten. Diese haben einen kometenhaften Aufstieg hinter sich und bedienen mittlerweile Kaffee-Fans ebenso wie Design-Liebhaber, allen voran Jura, nach eigenen Angaben der Marktführer. Sein IFA-Schaustück ist die völlig neu konzipierte Schönheit Impressa Z7 in Chrom oder Alu, für die man bis zu 2290 Euro hinblättern muss. Die italienische Marke De’Longhi spielt in einer anderen Preisliga, und ihr Thema ist die Miniaturisierung. Nach Berlin schickte sie die neue Intensa, eine kleine Maschine mit großen Fähigkeiten, leise, energiesparend, mit neuer Brühgruppe und in drei Ausstattungsstufen, die günstigste für 649 Euro.

Miele zeigt den ersten Hybrid-Staubsauger, der seine Energie wahlweise aus dem Netz oder einem Lithium-Ionen-Akku holt, das macht ihn vielseitig und einsatzfähig auch an steckdosenlosen Orten oder erspart das Umstecken, denn nach dem Ziehen des Netzsteckers saugt er ohne Unterbrechung im Akku-Betrieb weiter. Im Netzbetrieb lädt er sich automatisch auf und schafft bis zu 20 Minuten mit einer Ladung. Die zweite Neuheit ist die Baureihe S7, der erste Bürstensauger mit 3,5 Meter Schlauch für großzügige Räume. Eine neue Kompaktklasse will dagegen der neue Dyson D26 Allergy eröffnen. Dank seines winzigen Digitalmotors macht er sich klein bei großer Saugleistung, die nicht nachlässt, denn er hat keinen Filter, der sich zusetzen könnte. Aus dem kleinen Gehäuse kann man fünf Meter Kabel herausziehen, was mit dem Teleskopstiel einen Radius von acht Meter ergibt. Das Gerät mit der High-Tech-Anmutung wiegt nur 3,5 Kilo und wird 399 Euro kosten.

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