https://www.faz.net/-gy9-100fx

IFA 2008 : Hightech für den Bauch

  • -Aktualisiert am

Bild: Hersteller

Neuheiten für medialen Hochgenuss sind nach wie vor das Kernthema der IFA. Doch jetzt kommen auch Finessen für Küche und Haushalt hinzu. Die sogenannte „Home Appliances“ haben hier endlich wieder eine angemessene internationale Plattform.

          6 Min.

          Kaum hatten die ersten Detektorempfänger den mysteriösen Schwingungen des Äthers näselnde Töne entlockt, inszenierte eine keimende Branche das bis dahin Unerhörte in einer Messe – der Funkausstellung in Berlin. Das war anno 1924. Seither hat sich die Institution unter dem historischen Funkturm immer wieder neu erfunden – bis zum heutigen Tag: Die Veranstaltung, als Internationale Funkausstellung (kurz IFA) längst zum globalen Mekka der Unterhaltungselektronik avanciert, tritt in diesem Jahr erst mal gleich als Doppelpack an: Neben den funkelnden Neuheiten aus den Umfeldern der elektronischen Medien und der Kommunikation präsentiert die Megaschau nun auch das Feinste und Neueste aus der Branche für elektrische Hausgeräte – Home Appliances haben hier endlich wieder eine angemessene internationale Plattform.

          Die großen „weißen“ Themen

          Von den zehn meistgebrauchten Hausgeräten gehören je fünf zur weißen und zur braunen Ware, Fernseher und Kühlschränke führen die Ranglisten an. Die großen „weißen“ Themen der Branche, die sich bei ihrem ersten Auftritt auf der IFA auf gut 30 000 Quadratmeter präsentiert, sind derzeit Lifestyle, Bequemlichkeit, Bedienkomfort, gesundes Kochen sowie Energieeffizienz und Ressourcenschonung, das gilt für alle großen Marken, für große wie für kleine Geräte. Und wenn die noch dazu attraktiv gestaltet und in schicke Materialien gekleidet sind, dann kann es zu der „Emotionalisierung“ kommen, an der der Industrie so viel liegt. Mit der neuen HiFi-Anlage oder dem Superflachbildschirm wird immer aufgetrumpft, aber wer führt seine Gäste schon in den Keller, um ihnen die neue Superwaschmaschine oder die neueste Trocknertechnik zu zeigen? Dagegen hat es der Kaffeevollautomat, derzeit ein favorisiertes Thema, in den Rang eines Vorführgeräts geschafft, Bügeleisen oder Staubsauger eher nicht.

          Die deutschen Verbraucher wollen zwar Energie sparen und dafür effiziente Geräte kaufen, aber leider meist erst, wenn die alten ihren Geist aufgeben. Das gilt vor allem für Kühl- und Gefriergeräte, die immerhin ein Drittel der Energiekosten in einem Durchschnittshaushalt verursachen. Einen 15 Jahre alten noch funktionierenden Kühlschrank auszumustern, obwohl ein neuer weniger als halb so viel Strom braucht, ist offenbar schwieriger als den Röhrenfernseher rauszuwerfen, weil es jetzt ein Flachbildschirm sein soll.

          Bei knapp über 0 Grad Celsius und idealer Luftfeuchtigkeit

          Side-by-side-Kühlschränke sind gegenwärtig auf dem Vormarsch, weil man darin nicht nur reichlich Lebensmittel verstauen kann, sondern dies auch immer länger. Denn Vielbeschäftigte kaufen nicht mehr im Zwei-Tage-Rhythmus im Supermarkt ein, sondern tun dies vielleicht nur noch einmal die Woche. In verschiedenen Klimazonen bieten moderne Kühlgeräte für jedes Lebensmittel die richtige Lagertemperatur: Bei knapp über 0 Grad Celsius und idealer Luftfeuchtigkeit bleiben Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch und Milchprodukte bis zu dreimal so lange frisch wie im herkömmlichen Kühlteil. In den Schubfächern kann man außerdem die Luftfeuchtigkeit individuell einstellen.

          Weitere Themen

          VW Passat Variant Video-Seite öffnen

          F.A.Z.-Fahrbericht : VW Passat Variant

          Der Passat ist ein VW-Klassiker wie der Golf. Die achte Generation fährt ausgereift und fast schon alleine. Im Spitzenmodell ist uns aber der Verbrauch zu hoch.

          Topmeldungen

          Ort einer Tragödie: S-Bahnhof Frankenstadion in Nürnberg (Archivbild)

          Am S-Bahnsteig : Stoß mit tödlichem Ende

          Zwei Jugendliche sind in Nürnberg angeklagt, zwei Schüler ins Gleisbett geschubst zu haben. Die beiden Jungen hatten keine Chance: Den Angriff konnten sie nicht sehen – die Täter standen hinter ihnen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.